Titel: A Dance of Lies – Die Spionin
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 12. Juli 2025
Verlag: Klett-Cotta Verlag
Preis: 26,00 € (Gebundenes Buch) & 20,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 512 Seiten
Ich liebe dieses Cover wirklich sehr. Nicht nur die klaren, leuchtenden Farben, sondern gerade die vielen kleinen Details können mich überzeugen. Ganz besonders gelungen finde ich die Tänzerin in der Mitte, die zwar auffällt, aber dennoch wundervoll mit dem restlichen Cover verschmilzt.
Mit meinem anhaltenden Buchkaufverbot musste ich erst mal schauen, was auf meinem Stapel ungelesener Bücher mich gerade anspricht. Geworden ist es offensichtlich „A Dance of Lies“, welches ich bereits vor einigen Wochen gekauft habe, da mich sowohl der Titel als auch die Geschichte sofort angesprochen haben. Brittney Arena – also die Autorin – kannte ich bisher noch nicht, was mich ja zum Glück noch nie davon abgehalten hat ein Buch in die Hand zu nehmen.
Ich mochte den Einstieg in dieses Buch wirklich gerne. Man findet sich gleich im Geschehen wieder bzw. in dem, was uns der Klapptext bereits prophezeit hat. Tänzerin Vasalie kann ich ebenso viel abgewinnen, wie ich nicht mochte. Ich musste wirklich lange darauf warten, dass sie ihre eigenen Handlungen in Frage stellt, dass sie über ihren eigenen Tellerrand hinausdenkt, dass ihr schlichtweg der Gedanke kommt, dass ihre eigene Freiheit den Preis von Millionen anderen Menschenleben vielleicht doch nicht wert ist. Auch ihr Kampfgeist und ihr Mut sich zur Wehr zu setzen lassen lange auf sich warten und ich hatte – gerade zum Ende hin – irgendwann keinen Nerv mehr für ihre immer gleich kreisenden Gedanken. Trotzdem konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen, wenngleich ich tiefergehende Emotionen gehend vermisst habe.
Die Dreiecksbeziehung zwischen Vasalie und dem anderen Teilnehmer der Versammlung der Königreiche und jemandem aus dem Königshaus fand ich persönlich unnötig. Ein Love Interest, nämlich Anton, hätte in meinen Augen vollkommen ausgereicht, da die Beziehung zu Love Interest Nummer 2 super oberflächlich war und zwischen den Seiten für mich immer mal wieder komplett in Vergessenheit geraten ist. Mit Voranschreiten des Buches musste ich Anton dafür umso mehr ins Herz schließen. Er war herrlich sarkastisch, intelligent und freundlich – obwohl ich Vasalies Angst vor einem erneuten Missbrauch durchaus nachvollziehen konnte.
So einen richtigen Fantasy-Aspekt gibt es in diesem Buch meiner Meinung nach nicht. Ja, es gibt einige ungewöhnliche Details, gerade was Antons durch Gerüchte weitergetragenes Ableben angeht sowie die Schicksalsmächte, aber wirklich viel Inhalt gibt es dennoch nicht. Witzigerweise mag ich das Worldbuilding trotzdem ganz gerne. Die unterschiedlichen Königreiche, sowie deren Herrscher werden toll beschrieben und wirken authentisch.
Was sich ebenso auf eine bunte Vielzahl von Nebencharakteren ausweitet. Ich bin ein riesiger Fan davon, dass wir als Leser ähnlich unseren Protagonisten gar nicht wirklich wissen, wem wir vertrauen können und wem nicht. Der Titel des Buches macht es nun mal sehr offensichtlich, dass wir von Lügen und Intrigen umgeben sind und man muss manchmal einen Blick hinter die einzelnen Fassaden werfen um zu begreifen, wer wirklich Gut und wer Böse ist. Persönlich habe ich Interaktionen mit anderen Künstlern vermisst, einfach weil es das Level an möglichen Verrätern und Vasalies Suche nach Illians Verbündeten noch etwas höher getrieben hätte.
Insgesamt finde ich das Buch trotz einiger positiver Aspekte nur ganz in Ordnung. Emotional bin ich bei weitem noch nicht abgeholt worden, die Dreiecksbeziehung war furchtbar unnötig und Vasalie war mir lange Zeit nicht so sympathisch und durchsetzungsstark, wie ich es mir gewünscht hätte.
Irgendwie mag ich dieses Buch und irgendwie bin ich ebenso nicht überzeugt. Die richtigen Elemente sind auf jeden Fall dabei, doch an der Umsetzung hapert es für mich noch etwas.
Von mir gibt es 3,75 von 5 Sternen.






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