Titel: The Beasts we bury
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 4. Juni 2025
Verlag: Karibu Verlag
Preis: 17,99 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 432 Seiten
Als ich dieses Cover zum ersten Mal gesehen habe, war es Liebe auf den ersten Blick. Gerade der vermeintliche Jaguar neben den schwarzen Silhouetten in Kombination mit dem Gesamtbild an sich gefällt mir richtig, richtig gut.
Dieses Buch verweilt nun ebenfalls – wie viele andere – seit einer Weile auf meinem Stapel ungelesener Bücher. Gekauft habe ich es, weil mich neben dem großartigen Cover auch der Inhalt total angesprochen hat. Die Autorin kannte ich bisher überhaupt nicht, was ebenso für den Verlag gilt.
„The Beasts we bury“ erleben wir in einem regelmäßigen Sichtwechsel zwischen unseren beiden Protagonisten Mancella und Silver. Auch Mance genannt ist die zukünftige Thronerbin oder hier genannt Prima ihres Landes und ihr Vater versucht mit allen Mitteln ihre Macht zu stärken, um etwaige Gegner einzuschüchtern. Silver besitzt keinerlei Magie, sondern nur die Hoffnung auf ein besseres Leben für sich und seine beiden Freunde.
Selbst wenn ich zu Beginn meine Zweifel hatte, mochte ich Mancella letztlich ganz gerne. Gerade ihr Bemühen es besser zu machen als ihr Vater, ihre Zweifel sich selbst, aber zu Beginn ebenso Silver gegenüber oder ihr neu gefundener Kampfgeist. Und dennoch komme ich nicht umhin mich zu wundern, warum sie so lange gewartet hat, wirklich etwas zu unternehmen. Es gab einige Äußerungen dazu, dass sie versucht habe zu flüchten oder sich zur Wehr gesetzt hat, aber so fühlte es sich für mich einfach nicht an. Die Magie, die ihr innewohnt und inhaltlich maßgeblich am Verlauf der Geschichte beteiligt ist klang gerade zu Beginn wahnsinnig faszinierend und interessant. Doch wie diese Magie gelebt und beschrieben wird, war im Vergleich dazu eher mau. Es gab wenige nachvollziehbare Erklärungen was Mancellas Fähigkeiten betrifft und lässt das Magiesystem dieser Welt insgesamt sehr blass und farblos aussehen. Hier mangelt es an Fingerspitzengefühl das Leben der verstorbenen Tiere und das Wirken der magischen Fertigkeiten glaubhaft zu vermitteln.
Silver mochte ich von beiden tatsächlich etwas lieber. Ja, auch er machte einige gravierende Fehler – doch hat er eigentlich nichts Schlechtes im Sinn. Er möchte seinem armen Leben als Flüchtiger und Waise entkommen, möchte ein eigenes Haus, Sicherheit und eine reelle Zukunft haben. Silver ist voller Humor, ist ehrgeizig und hat das Herz am rechten Fleck. Er stellt sich hin und wieder etwas dusselig an, aber wer von uns tut das nicht?
Das Worldbuilding ist sehr zurückhaltend und einfach aufgebaut. Ähnlich wie bei Mancellas Magie habe ich viele Aspekte mit den vorhandenen Beschreibungen gar nicht verstehen können. Es mangelt an Tiefgang und der einfachen Tatsache, dass gewisse Fähigkeiten öfter erklärt werden, damit diese wirklich im Gedächtnis bleiben. Die gezeigten Fertigkeiten sind zum Glück nicht die uns allen bekannten, immer gleich klingenden und doch fehlt es für mich an Details das System hier lebendig werden zu lassen. Auch die unterschiedlichen Länder, die verschiedenen Herrscher und dergleichen sind vergleichsweise öde erklärt und zu schnell abgekanzelt worden.
Das Buch hat durchaus spannende Kapitel, aber ebenso einige Längen. Manche Dinge haben für mich nicht unbedingt Sinn gemacht, wie, dass Mance wohl mehrfach versucht hat zu fliehen, aber offenbar nie einen Blick vor die Burgmauern geworfen hat. Das Ende macht einiges her, wenngleich meine mehrfach angesprochene Verwirrung auch hier mit von der Partie war. Den Epilog zum Beispiel kann ich nicht ganz nachvollziehen und für mich braucht es tatsächlich keinen zweiten Band.
Trotz eines umwerfenden Covers und einer faszinierenden Grundidee bin ich letztlich in vielen anderen Punkten nicht überzeugt worden. Gerade das Worldbuilding, so vielversprechend es auch war, ist vergleichsweise blass und zu einfach.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.






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