Autor: Catelyn Wilson
Titel: All the Devils
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 15. Januar 2025
Verlag: HEYNE Verlag
Preis: 17,00 € (Paperback) & 6,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 448 Seiten
Andy Emmerson trauert um ihre Schwester Violet, die bei einem Unfall an der Ravenswood Academy ums Leben kam. Doch bei der Beerdigung findet sie heraus, dass die Tote im Sarg nicht ihre Schwester ist. Violet ist noch am Leben, und Andy ist sich sicher, dass jemand an der Ravenswood Academy weiß, wo sie ist. Kurzerhand schreibt sie sich an dem Elite-Internat ein. Schon in der ersten Nacht findet Andy einen verschlüsselten Hinweis ihrer Schwester. War Violet Mitglied einer Geheimgesellschaft? Und was hat der so geheimnisvolle wie gut aussehende Jae Han mit ihrem Verschwinden zu tun?
Mit diesem Buch habe ich mal wieder etwas gelesen, dass viel zu lange auf meinem Stapel ungelesener Bücher gelegen hat und auch wenn ich es ungern zugebe, hätte es dort gerne noch ein Weilchen liegen können.
"All the Devils" ist nicht per se ein schlechtes Buch oder so, doch die mangelnden Erklärungen und das sich wiederholende Verhalten der weiblichen Protagonistin haben für mich nicht funktioniert. Grundsätzlich bringt das Worldbuilding nämlich interessante und faszinierende Elemente mit – gerade, die Thematik um den Dark Academia Trope mit abgetrennten Tierköpfen, finsteren Ritualen und geheimen Treffen rund um die Ravenswood Academy geht in die richtige Richtung – doch ansonsten fehlt es an tiefgründigen Beschreibungen. Ich kann mich beispielsweise daran erinnern, dass es wirklich sehr lange gedauert hat bis wir überhaupt erfahren, wie Andys Schwester überhaupt gestorben ist. Aber auch so sind die Erklärungen zur plötzlich auftauchenden Magie, zu der Unterwelt, den Dämonen und allerlei anderen Dingen nun mal zu fadenscheinig um überzeugen zu können. Und auch Andromedas Reaktionen spiegeln dieses Bild leider zu eintönig und wenig nachvollziehbar wider. Ich meine mal ganz im Ernst, welche Person unter uns würde einfach weitermachen wie bisher, nachdem sie beinahe von einem gigantischen Dämon getötet worden wäre? Zumindest ein Hauch von Unglaube, Angst oder Schrecken hätte schon geholfen Andy nachzuvollziehen.
Apropos Nachvollziehen – Andy war so umgänglich wie ein Stahlträger und hatte wohl dieselbe emotionale Bandbreite wie einer. Ich konnte ihre wenigen, unerwarteten Gefühlsausbrüche Null verstehen und ihr ewiges Hin und Her, ob sie Jae vertrauen kann machten es leider überhaupt nicht besser. Wie die Akademie sie nicht umgehend wieder nach Hause schicken konnte ist mir ein Rätsel, da sie ganz offensichtlich kaum Zeit beim Unterricht verbringt ohne anderen vor den Kopf zu stoßen oder wirklich teilzunehmen.
Schade, leider ein für mich enttäuschendes Buch, welches mit dem richtigen Fokus auf Worldbuilding und emotionaler Tiefe bestimmt besser für mich funktioniert hätte.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.





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