Titel: Love on the Brain – Das irrationale Vorkommnis der Liebe
Gattung: Rom-Com
Erscheinungsdatum: 13. August 2025
Verlag: Rütten & Loening Verlag
Preis: 18,00 € (Paperback) & 8,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 453 Seiten
Für Neurowissenschaftlerin Bee ist die Liebe nur ein neurophysiologischer Zwischenfall, hoffnungslos instabil und der wahre Bösewicht menschlicher Beziehungen, deren neuronale Grundlagen sie erforscht. Als Frau in den Naturwissenschaften ist Bee eine bedrohte Art in einer von Männern beherrschten Welt, in der für sie stets gilt: Was würde Marie Curie tun? Dann wird ihr die Leitung eines neurotechnischen Wunschprojekts angeboten – was Marie Curie sofort annehmen würde. Aber die musste auch nie mit Levi Ward zusammenarbeiten, Bees akademischem Erzfeind, der ihren Traum zum Projekt des Grauens macht. Bis Bee sich in eine völlig irrational romantische Zwangslage verstrickt findet, in der nur noch zählt: Was wird Bee tun?
Schlicht und irgendwie niedlich. Für mich ist es in Ordnung, nicht überragend, nicht furchtbar.
Wer mich schon eine Weile begleitet, weiß, dass ich bereits das ein oder andere Buch von Ali Hazelwood gelesen und durchaus genossen habe. Persönlich möchte ich behaupten, dass "Das irrationale Vorkommnis der Liebe" bisher zu meinen Favoriten gehört.
Immer wieder aufs Neue verliebe ich mich in Ali Hazelwoods Schreibstil. Neben dem vielen Fasswissen ist es gerade die Leichtigkeit, der Humor, aber genauso die Schnelllebigkeit der Gedanken unserer weiblichen Protagonistin die ich sehr genieße. Bees Gedankenwelt ist herrlich amüsant, köstlich nachvollziehbar und es macht schlichtweg Spaß dem Buch zu folgen. Gleichzeitig sitze ich manchmal vor diesen ganzen entzückenden Fachwörtern, die ich weder auszusprechen wage noch weiß was jedes von ihnen bedeutet. Dennoch sind die Bücher dieser Autorin ein Garant für eine gute Zeit und tolle Lesestunden, was sich hier wieder sehr offensichtlich zeigt.
Bee ist großartig, wenngleich mich einige ihrer Gedankengänge in den Wahnsinn getrieben haben. Gerade ihre Ansicht, dass Levi sie hassen muss – sowie die permanente gedankliche und mündliche Wiederholung dieser Annahme – sowie ihre Meinung dazu, dass sie und Levi nur Freunde mit gewissen Vorzügen sind, statt einfach klar mit Levi zu kommunizieren. Darüber hinaus? Bee auf ihrer Reise nach Houston und zu sich selbst zu begleiten hat mir wirklich gut gefallen. Sie ist clever, eine tolle Freundin und Schwester und ich habe mehr über Marie Curie erfahren als ich jemals gedacht hätte - was wirklich interessant war.
Ich will auch einen Levi in meinem Leben haben. Vermeintlich hat er diese grüblerische, schweigsame und unnahbare Art, bis wir – bzw. Bee – merken, dass er eigentlich total eine Golden Retriever Energie hat. Er ist aufmerksam, kommunikativ, geduldig und der totale Katzenmensch. Dazu kommt, dass er im Gegensatz zu seiner unmöglichen Familie ein wahrer Goldschatz von Mann ist. Ich liebe ihn – nun ja, wie man eben einen fiktiven Mann, geschrieben von einer Frau lieben kann.
Ich konnte mir ziemlich schnell denken, dass es jemanden gibt, der einem von beiden etwas Böses will und gleichzeitig wusste ich lange vor der Offenbarung wer es sein würde. Dennoch war das Ende spannungsgeladen und emotional und für eine Rom-Com habe ich mich fantastisch unterhalten gefühlt.
Natürlich werde ich in Zukunft erneut Bücher von Ali Hazelwood kaufen und lesen. Wie könnte ich das nicht?
Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.






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