Freitag, 2. Januar 2026

[Rezension] The Songbird and the Heart of Stone

Autor: Carissa Broadbent 

Titel: The Songbird and the Heart of Stone – Crowns of Nyaxia, Band 3 

Gattung: Romantasy 

Erscheinungsdatum: 13. Februar 2025 

Verlag: Carlsen Verlag 

Preis: 22,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 496 Seiten 

Als Mische in einen Vampir verwandelt wurde, verlor sie alles – ihr Zuhause, ihre Menschlichkeit und die Liebe des Sonnengottes, dem sie ihr Leben gewidmet hatte. Nun ist sie zum Tode verurteilt, weil sie den getötet hat, der sie gewandelt hat: den Vampirprinzen. Und ihrer Strafe zu entkommen ist ausgeschlossen.  

Dann wird Mische in letzter Sekunde gerettet – von Asar, dem Bastardprinzen des Hauses der Schatten. Seine Vergangenheit ist so brutal wie seine Narben es sind und er zwingt Mische zu einer Mission, die schlimmer ist als eine Hinrichtung: eine Reise in die Unterwelt, um den Gott des Todes selbst wiederzuerwecken.  

Doch Misches Bestrafung könnte der Schlüssel zu ihrer Rettung sein. In einer geheimen Sitzung befiehlt ihr der Sonnengott, Asar zu helfen, nur um ihn anschließend zu verraten ... indem sie den Todesgott tötet.  

Mische und Asar beschreiten den tückischen Weg in die Unterwelt und stellen sich dabei Prüfungen, Bestien und den rachsüchtigen Geistern ihrer Vergangenheit. Doch das Gefährlichste von allem ist der verlockende Ruf der Dunkelheit – und die verbotene Anziehung zwischen Mische und Asar, eine aufkeimende Verbindung, die den Zorn der Götter heraufbeschwören könnte.  

Als sich Misches Verrat schließlich abzeichnet, droht die Unterwelt sie zu verschlingen und die Götter werden immer unruhiger. Und Mische wird gezwungen, zwischen der Erlösung durch die Sonne oder der Verdammnis durch die Dunkelheit zu wählen …  

Uff, dieses Cover ist atemberaubend! Ich liebe die düstere Stimmung, die Details, aber vor allen den "Songbird" im Hintergrund als passendes Element zum Inhalt.  

Nachdem ich nun schon, die vorangegangene Geschichte rund um Oraya und Raihn aus dem gleichen Universum kenne, wollte ich gerne wissen, ob Mische, die wir bereits kennenlernen durften, und Asar mich ebenso bezaubern können. Bisher waren die Bücher von Carissa Broadbent für mich eine Mischung aus sehr gut und mittelmäßig gut, weshalb ich gespannt war, ob sie es schafft mich weiterhin zu begeistern.  

Um gleich mit einem kleinen Geständnis zu starten, ich fand, dass diese Geschichte viele Längen hatte. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wann ich zuletzt etwas gelesen habe, wo ich so stark den Eindruck hatte, dass wir uns inhaltlich überhaupt nicht vom Fleck bewegen. Dabei tun wir das durchaus, doch durch die immergleichen Abläufe, gerade was die Toten, die Geister und das irgendwie sehr schwarz-weiße Setting angeht, passiert mir zu wenig. Bis Seite 200 war ich noch voll dabei und dann kam irgendwann der Punkt, an dem ich mir Abwechslung sehnlich gewünscht habe. Selbst die Rückblicke, gerade auf Misches Vergangenheit und die beiden sich liebenden Götter konnten das Ganze für mich einfach nicht zufriedenstellend lockern. Auch habe ich Spannung vermisst. Wir dümpeln immer wieder zwischen den Prüfungen vor uns hin und selbst diese Herausforderungen wirkten im Kern immer gleich. Mit Ausnahme des Endes gab es wenig Spannungshöhen und eher eine gleichbleibende Spannung, die mich nur leider nicht fesseln konnte. Doch den Cliffhänger und den kleinen Plot-Twist habe ich dagegen sehr genossen und bin schon gespannt, wie diese Reise wohl weitergeht.  

Mische, die nach vielen Jahren immer noch nicht bereit ist ihr Leben als Vampirin vollumfänglich zu akzeptieren, sehnt sich verzweifelt nach der Anerkennung ihres einst gewählten Gottes und ist gezwungenermaßen auf der Reise, um einen anderen getöteten Gott wiederzubeleben. Mische ist eigentlich eine Frohnatur, möchte anderen den richtigen Weg weisen, doch klammert sich ebenso an ihrem alten Leben fest. Grundsätzlich mochte ich sie gerne, doch in meinen Augen reicht sie nicht an Oraya heran. Mir fehlt Eigeninitiative, mir fehlt eine echte Verbindung zu ihr und ihrer Vergangenheit und bis zum Schluss bin ich nicht ganz mit ihr warm worden.  

Asar hingegen war so perfekt, wie ein männlicher Buchprotagonist eben sein kann. Er war grüblerisch, intelligent, geduldig und hat ein Herz aus Gold. Seine Liebe für sein Haustier und für seine verflossene Geliebte waren wunderbar zu lesen und geben ihm einen schönen Tiefgang. Persönlich hätte ich gerne mehr Einblicke in seine Vergangenheit als Bastardprinz gesehen oder den Umgang mit seinen Geschwistern und seinem Vater.  

Irgendwie mochte ich „The Songbird and the Heart of Stone“ und irgendwie auch nicht. Ich werde der Reihe wohl treu bleiben, um zu schauen, ob mich die Autorin nicht doch noch umhauen kann.  

Irgendwie hat es zwischen diesem Buch und mir bis zuletzt nicht richtig gefunkt. Zwar mochte ich den Inhalt als solchen ganz gerne, doch hatte ich den noch stärkeren Eindruck, dass wir auf der Stelle treten, das Setting war mir zu schnell zu eintönig und insgesamt mochte ich Mische und Asar nicht so gerne, wie Oraya und Raihn.  

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen. 

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