Autor: Chloe Gong
Titel: Welch trügerisches Glück - Codename Fortuna
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 23. April 2023
Verlag: Lago Verlag
Preis: 20,00 € (Gebundenes Buch) & 15,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 632 Seiten
Shanghai im Jahr 1931, die Bühne ist bereitet für ein neues Jahrzehnt voller Intrigen.
Vor vier Jahren ist Rosalind von den Toten zurückgekehrt, aber das Experiment, dem sie ihr Leben zu verdanken hat, verlangt seinen Tribut. Jetzt strebt sie als Assassinin verzweifelt nach Wiedergutmachung.
Codename: Fortuna
Doch als die kaiserliche japanische Armee ihren Invasionsmarsch beginnt und Terroranschläge die Stadt erschüttern, droht ihre Mission zu scheitern. Rosalinds neuer Auftrag lautet, die gegnerischen Reihen zu infiltrieren, bevor noch mehr Menschen sterben. Die beste Möglichkeit, das zu erreichen: Sie muss sich als Frau des nationalistischen Spions und Playboys Orion ausgeben. Aber Orion hat seine eigenen Pläne und Rosalind Geheimnisse, die sie lieber für sich behalten möchte. Das Spiel beginnt.
Zwar passt das Cover zum Setting und den anderen beiden Teilen, für mich persönlich ist es allerdings einen Ticken zu schlicht. Ich hätte gerne mehr Details am Rand gehabt und nicht nur die Phiole und die Blumen in der Mitte.
Da ich derzeit weiterhin daran arbeite meinen Stapel ungelesener Bücher zu verkleinern und ich gerade erst ein anderes Buch derselben Autorin beendet habe, wollte ich dieses hier ebenfalls von seinem ungelesenen Schicksal befreien. Ich kenne zudem natürlich bereits die ersten beiden Bände dieser Reihe, wenngleich es eine Ewigkeit her ist, seit ich diese gelesen habe.
Der Einstieg gestaltete sich, wie ich es tatsächlich erwartet habe etwas schwierig. Ich habe wirklich lange gebraucht um wieder einen Fuß zwischen die ganzen Nationalisten und Kommunisten, sowie den Ausländern und den ehemaligen Gangmitgliedern zu bekommen. Informationen prasseln auf einen ein und wenn man nicht selbst einen Hauch von Wissen rund um Politik oder die anderen Bände im Gedächtnis hat, kann ich mir vorstellen, dass es nicht so leicht ist, wieder Zugang zum Buch zu finden. Doch je mehr man liest, je mehr Kapitel verstreichen und womöglich auch wie konzentriert man bei der Sache ist, eröffnen sich einem irgendwann die unterschiedlichen Pfade, die unsere Protagonisten eingeschlagen haben. Und dann habe ich dieses organisierte Chaos richtig gehend genossen. Es gibt nicht nur die Geheimnisse unserer Hauptcharaktere, es gibt genauso die gespaltene Stadt, Verrat und Intrigen, es gibt verdeckte Agenten und neben Mord, Toten und ordentlich viel Gift, auch immer wieder die Frage nach dem wahren Täter. Kurzum je länger ich gelesen habe, desto besser fand ich es.
Dadurch, dass ich mich beim Lesen durchaus etwas konzentrieren musste, konnte ich einige Wendungen dieses Mal nicht kommen sehen. Das liebe ich. Wenn ich überrascht werde und den Plottwist nicht schon über Kapitel hinwegkommen sehe. Viele der sich zu Beginn stellenden Rätsel sind nun bereits offenbart, doch wo die Geschichte letztlich hingeht, wissen wir noch nicht. Und darauf bin ich so gespannt, dass ich mein derzeit anhaltendes Buchkaufverbot gebrochen habe um mir die anderen beiden Bände der Reihe (gebraucht) zu kaufen. Ich muss jetzt erfahren, wie die Autorin weitergeschrieben hat und möchte nicht bis nächstes Jahr warten, wenn ich den halben Inhalt selbst wieder vergessen habe.
Rosalind und Orion dagegen haben es mir bis zum Schluss noch nicht so richtig angetan. Ich mag beide in Kombination schon ganz gerne, gerade die kleinen Streitigkeiten, den beißenden Sarkasmus und das sich langsam annähernde Vertrauen. Aber im direkten Vergleich zu Juliette und Roma – den beiden aus den ersten Bänden – fehlte es mir an tiefergreifenden Gefühlen, an Echtheit und dem Gefühl, dass beide wortwörtlich über Leichen gehen würden, um den jeweils anderen zu beschützen. Die Phase des Misstrauens und der Geheimniskrämerei ging mir etwas zu lang und ich hätte gerne mehr Teamarbeit von beiden gesehen.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.






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