Samstag, 13. April 2024

[Rezension] Bride

Autor: Ali Hazelwood

Titel: Bride – Die unergründliche Übernatürlichkeit der Liebe

Gattung: Romantasy

Erscheinungsdatum: 6. Februar 2024

Verlag: Rütten & Loening

ISBN: 978-3-352009976

Preis: 16,99 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition)

Seitenzahl: 512 Seiten


Misery Lark, Tochter eines mächtigen Vampirfürsten, war schon immer eine Außenseiterin. Mit ihren Reißzähnen weiß sie nichts anzufangen und führt ein anonymes Dasein unter den Menschen. Ausgerechnet sie soll sich nun für eine mehr als brisante Bündnisehe mit einem der Werwölfe, den ewigen Todfeinden der Vampire, zur Verfügung stellen.

Dabei scheint ihr zukünftiger Ehemann, der Alpha Lowe Moreland, ebenso erbarmungslos und unberechenbar zu sein wie der Rest seines Rudels. Das beherrscht er allerdings nicht nur mit absoluter Autorität, sondern, wie Misery bald feststellt, auch mit viel Sinn für Gerechtigkeit und – ganz anders als die Vampire – nicht ohne Gefühl. Aber sie spürt, dass er ihr nicht traut – und wenn er nur wüsste, wie recht er damit hat ...

Denn Misery hat ganz eigene Gründe, sich auf dieses Bündnis einzulassen. Und dafür ist sie bereit, alles zu opfern, selbst wenn das ein Leben allein unter Wölfen bedeutet. Doch womit Misery nicht gerechnet hat, ist die alles überwindende Ungleichartigkeit der Liebe ...


Hier haben wir wieder ein Cover, das einem Teil von mir gefällt, während der andere Teil es hasst. Die schwarz-weiße Darstellung in Kombination mit dem blutroten Titel etc. spricht mich ehrlich gesagt gar nicht an. Ebenso ergeht es mir leider mit der Darstellung des Wolfes im Hintergrund. Allerdings kann ich zugeben, dass ich Miserys Darstellung umso gelungener finde. 


Ich habe letztes Jahr bereits ein Buch von Ali Hazelwood gelesen, welches ich sehr überzeugend fand. Was mir wiederum die Entscheidung, ob ich dieses Buch kaufe sehr leicht gemacht hat. Zudem finde ich den Klapptext überaus ansprechend und hatte im Vorneherein das Gefühl, dass die Geschichte gut zu meinem Beuteschema passt. 

Wir erleben das komplette Buch aus Sicht unserer weiblichen Protagonistin Misery, doch mit jedem Kapitelanfang bekommen wir einen winzigen Einblick in Lowes Gedanken, was für mich eine neue Art des Sichtwechsels dargestellt hat, die ich sehr genossen habe. 

Wer einfache Englischkenntnisse besitzt, weiß bereits, dass Misery zu deutsch Elend oder Misere bedeutet. Was genau das ist, was sie selbst gerne Mal über ihr Leben denkt. Da sie den Großteil ihres Lebens unter Menschen verbringen musste fühlt Misery sich unter ihresgleichen nicht angenommen und sehr fremd, weshalb sie sofort zusagt einen Werwolf zu heiraten, um die einzige Person zu retten, die ihr am Herzen liegt. Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und auch ihre Handlungen und Beweggründe waren nachvollziehbar und zugleich humorvoll zu lesen. 

Lowe, Alpha-Werwolf und Miserys frisch gebackener Ehemann, war durch die bereits erwähnten Ausschnitte aus seiner Sicht, sowie aus Miserys Blickwinkel sehr gut dargestellt. Ich mochte sein Verhalten als Anführer seiner Rotte, aber ebenso als großer Bruder und schlicht als Mann. Es gab ein Kapitel am Ende des Buches, wo ich sein Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte, worüber ich durch sein sonstiges Auftreten allerdings mit Leichtigkeit hinweg sehen kann. 

Spannend fand ich die Darstellung von Vampiren und Werwölfen, die neben offensichtlichen körperlichen Unterschieden gar nicht so sehr von den Menschen als solche abweichen. Und ehrlich gesagt fand ich es angenehm abwechslungsreich und zum Glück nicht so normbehaftet wie die üblichen Stereotypen dieser Fabelwesen. Kurz gesagt, wirklich nett gemacht und gut genug um mich zu überzeugen. 

Insgesamt betrachtet kann ich deutlich einen Spannungsbogen erkennen, auch wenn sich dieser erst so richtig zum Ende des Buches entfaltet. Vorher kann die Geschichte schon etwas langatmig sein, auch wenn es zu keinem Zeitpunkt langweilig wird. 

Würde ich ein weiteres Romantasy-Buch von Ali Hazelwood lesen? Definitiv! Ich mag ihren humorvollen und leichten Schreibstil und die neuartige Herangehensweise der unterschiedlichen Sichtweisen, auch wenn es für mich am Ende nicht für ein 5-Sterne-Buch gereicht hat, kann ich es euch nur wärmstens ans Herz legen. 

Das Ende lässt erahnen, dass es womöglich noch einen weiteren Band geben könnte. Wenn dem tatsächlich so sein sollte, wird dieser wohl automatisch auf meiner Wunschliste landen. 


"Bride" ist ein fantastisches und humorvolles Buch mit zwei wundervollen Protagonisten und viel Liebe zum Detail. Für mich hat es im Großen und Ganzen leider nicht für ein Highlight gereicht, dennoch habe ich jede einzelne Seite genossen! 

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

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