Titel: Dynasty of Hunters – Band 2: Von dir gezeichnet
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 27. Februar 2026
Verlag: Ravensburger Verlag
Preis: 17,99 € (Paperback) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 528 Seiten
Nach den Jagdspielen ist alles anders, als Laelia es sich erträumt hat. Sie wird gegen ihren Willen festgehalten und gezwungen, einen Mann zu lieben, den sie hasst. Dabei gehört ihr Herz einem anderen, von dem sie nicht einmal weiß, ob er noch am Leben ist. Als schließlich sogar die Verlobung bekannt gegeben wird, erkennt Laelia, dass es höchste Zeit ist, die Fassade der braven Adeligen fallen zu lassen. Doch ihre Rache hat einen Preis: Sie ist wie ein Funken, der ganz Prismeïa in Brand steckt.
Nachdem ich vor kurzem den ersten Band dieser Dilogie gelesen und wirklich gerne gemocht habe, musste ich natürlich wissen, wie es weitergeht. Persönlich fand ich diesen zweiten Teil nicht so stark wie den ersten.
Überraschenderweise gibt es eine auffällige Abweichung zum ersten Band, denn hier erleben wir die Geschichte nicht nur aus Laelias, sondern ebenso aus Irinias Sicht. Lia ist nach dem Ende des ersten Bandes unfreiwillig an ihre einstige Liebe Laurent gebunden, wenngleich dessen Charakter sich um Hundertachtzig Grad gewendet hat. Lia mag ich immer noch total gerne und doch habe ich den starken Eindruck bekommen, dass die Aufteilung zwischen ihren Kapiteln und denen von Irinia ihr etwas im Weg stand. Laelia ist eine ungebrochene, starke und gleichermaßen einfühlsame Protagonistin, deren Leben ich gerne verfolgt habe. Und dennoch beschleicht mich das Gefühl, dass die Autorin mehr aus ihr hätte machen können.
Irinia als Laurents Schwester und jemand, den ich eher negativ im Gedächtnis hatte, verwandelt sich mit jedem voranschreitenden Kapitel immer mehr in eine Protagonistin, die man trotz ihrer Fehler lieben lernt. Beinahe wie bei Laelia wird ihr im Verlauf klar, dass das Zeichnen der Bürgerlichen grundliegend falsch ist. Diese Veränderung fand ich gelungen, doch nicht so überzeugend wie die von Laelia. Und doch kann ich nicht leugnen, dass ich Irinia womöglich lieber mag als Lia. Sie ist gegenüber ihrer Familie herzlich und liebevoll, gegenüber ihren Feinden grausam und entschlossen und doch verbirgt sich hinter ihrer einst kühlen Fassade jemand, der einfach nur geliebt werden möchte, wie er ist. Ehrlich gesagt liebe ich es, wenn Autor*innen es schaffen, Charaktere, die man eigentlich nicht mochte, doch noch zu lieben. Und das ist P. J.R Ried ganz hervorragend gelungen.
So gerne ich das Worldbuilding im ersten Teil gemocht habe, desto mehr hatte ich hier den Eindruck, dass gewisse Elemente etwas in Vergessenheit geraten sind. Als Beispiel: Die unterschiedlichen Farben der Adelshäuser. Mit Laelia als Ausnahme hatte ich gar nicht den Eindruck, dass es wichtig wäre, welche Farbe verwendet wird. Auch hatte ich immer wieder den Eindruck, dass Laurent wesentlich schneller ans Ziel gelangt wäre, wenn er gewisse Befehle einfach zu Beginn ausgesprochen hätte. Auch wie sich die Zeichnungen auf unsere Bürgerlichen ausgewirkt haben, habe ich mir anders vorgestellt. Denn trotz Zeichnungen können die meisten irgendwie trotzdem machen, was sie wollen, gerade Amber und Lia sind die besten Beispiele dafür.
Die Geschichte war gerade durch Lias Kampf, Irinias Wandlung und Laurens verzweifeltem Bemühen nach Kontrolle herrlich spannend. Gerade die große Schlacht am Ende war fulminant, actionreich und spannungsgeladen. Ich hätte mir noch ein oder zwei Informationen zum Ende der Schlacht gewünscht, aber so ist es auch in Ordnung.
Zwar war dieser Teil nicht so stark wie der erste, dennoch kann ich euch die ganze Dilogie nur wärmstens empfehlen! Ich, für meinen Teil, werde in Zukunft auf jeden Fall nach weiteren Werken der Autorin Ausschau halten.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.





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