Autor: Magdalena Gammel
Titel: Tale of Sun and Night
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 28. Januar 2026
Verlag: Loomlight Verlag
Preis: 22,00 € (Gebundenes Buch) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 592 Seiten
Lio ist eine Sklavin – ohne Erinnerung und gezeichnet von Albträumen. Als sie an den rätselhaften Traumweber Izan verkauft wird, beginnt ihre riskante Reise durch Aurikalos, ein vom Krieg gespaltenes Reich voller Traumstaub-Magie und Zwielichtkreaturen. Verfolgt von mysteriösen Visionen, fanatischen Sandmännern und einer vergessenen Vergangenheit, gerät Lio zwischen die Fronten eines Konflikts, der weit über ihre eigene Freiheit hinausgeht. Doch je tiefer sie und Izan in das Netz aus Magie, Intrigen und alten Feindschaften geraten, desto stärker werden die Gefühle, die zwischen ihnen wachsen – Gefühle, die gefährlich sind, aber vielleicht die einzige Rettung in einer Welt, in der selbst Träume tödlich sein können.
Bereits vor Erscheinen dieses Buches wusste ich bereits, dass ich es kaufen muss. Sowohl der Klapptext als auch das Cover klangen wahnsinnig vielversprechend, dass ich gar keine Wahl hatte, als es im Buchladen meines Vertrauens mitzunehmen. Obwohl ich große Hoffnungen hatte, gerade nach den ersten Kapiteln, habe ich leider schnell gemerkt, dass „Tale of Sun and Night“ keine Herzensgeschichte für mich wird.
Grundsätzlich kann ich sagen, dass mir das Worldbuilding als solches gut gefallen hat. Gerade der Traumstaub oder die Anwendung der unterschiedlichen Mandalas, die Darstellung des Zwielichts, die unterschiedlichen Länder, Wesen und Völker sind abwechslungsreich und faszinierend. Und doch scheitert das Worldbuilding, neben anderen wichtigen Elementen, für mich an den fehlenden Emotionen. Auf mich wirkt das Buch leider sehr zäh, die Beschreibungen zu trocken und allgemein fehlt es schlicht daran mich begeistern zu können. Ich hätte mir gewünscht, dass wir mehr Wissen zwischen den Zeilen vermittelt bekommen und nicht in Textblöcken, denn genau dadurch wirkte es für mich so unnahbar. Dazu kommt, dass die Grundidee zwar neu ist, viele Aspekte des Inhalts alteingesessenen Hasen allerdings sehr bekannt aus anderen Werken des Genres vorkommen dürften. Schlussendlich war das Buch für mich nun mal sehr vorhersehbar.
Mir fällt es schwer positives zu den Charakteren und deren Beziehungen untereinander zu finden, da ich emotional leider gar nicht abgeholt worden bin. Es gab durchaus schöne und auch lustige Gespräche unter unserer kleinen Gruppe und doch habe ich eigentlich nur die Loyalität zwischen Izan und seinen Brüdern bzw. Freunden wirklich bewusst wahrgenommen. Lios Liebe zu ihm, ihre Freundschaft zu den anderen, zu ihrem Zwielichtwesen, das alles waren Gefühle, die mich traurigerweise nicht erreicht haben. Dadurch hatte ich manchmal den Eindruck, dass die Dynamik der Gruppe zwar funktioniert, aber nicht auf tiefergreifender Ebene. Es hätte mehr Zeit und Feinfühligkeit gebraucht um mich zu überzeugen.
In meinen Augen ist der Schreibstil maßgeblich daran beteiligt, ob eine Geschichte funktioniert oder nicht. Hier ist der Inhalt zwar wunderbar verständlich, es geht schnell voran und es gibt durchaus Gefühle, die greifbar sind, aber eben nicht mehr.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.





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