Autor: Sable Sorenson
Titel: Dire Bound
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2026
Verlag: Goldmann Verlag
Preis: 24,00 € (Gebundenes Buch) & 21,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 833 Seiten
Die junge Meryn Cooper hat die Auserwählten, Nocturnas Kriegerelite, schon immer gehasst. Denn während die Bevölkerung in Armut lebt, sind die Auserwählten reich, gnadenlos und durch ihr mentales Band zu riesigen Schattenwölfen unglaublich mächtig. Doch dann wird eines Nachts Meryns kleine Schwester Saela verschleppt, entführt von den Feinden, mit denen das Königreich seit Jahrhunderten im Krieg liegt – und Meryns Welt bricht zusammen.
Um ihre Schwester zu retten, meldet sie sich freiwillig für die Armee. Als Meryn das brutale Auswahlverfahren übersteht und eine Schattenwölfin des Rudels ausgerechnet sie erwählt, hat es plötzlich jeder auf Meryn abgesehen. Die Ausbildung auf der königlichen Burg zu überleben, scheint ebenso unmöglich, wie Saela zu finden, und ihr attraktiver Ausbilder Stark Therion ist nicht weniger gefährlich als die Wölfe selbst …
Obwohl ich eigentlich noch etwas warten wollte, bevor ich mit diesem Buch anfange – weil der nächste Teil ja schon im Juli erscheint – wollte ich jetzt doch unbedingt wissen, ob an dem Hype zu dieser Geschichte etwas dran ist. Mit ca. 800 Seiten ist „Dire Bound“ weiß Gott kein kurzes Buch und doch konnte ich es problemlos innerhalb weniger Tage verschlingen.
Kann ich den Hype also nachvollziehen? Jaein. Für mich selbst ist es letztlich kein Highlight geworden, was ganz unterschiedliche Gründe hat, doch ich kann genauso erkennen, was man daran liebt. Obwohl gewisse Aspekte gerade nach dem Hype der letzten Jahre nun mal sehr bekannt vorkommen, bringt das Worldbuilding zum Glück genug eigene, spannende Eigenarten mit. Gerade die Schattenwölfe sowie deren Gegner die Siphone – so was wie Vampire -, der Krieg, aber genauso das Verschwinden der Kinder und der Kampf ums Überleben um als Gebundene zu gelten, lassen sich herrlich lesen und bringen viel Facettenreichtum mit. Doch, ähnlich wie unsere Protagonistin, saß ich häufig vor diesem Buch und dachte nur, wie dumm manches Verhalten war. Gerade wenn die Wölfe aufeinander los gegangen sind. Schließlich gibt es genug Statistiken, die belegen, dass Wölfe sehr soziale Tiere sind und sich umeinander kümmern. Ich lasse das allerdings gelten, weil es dafür gegen Ende eine Erklärung gab.
Meryn, unsere weibliche Protagonistin mochte ich meistens, doch genauso wollte ich sie häufig packen und schütteln, weil sie sich immer wieder in ihren eigenen wiederkehrenden Gedanken verheddert. Für sie sind öfter als mir lieb war andere Schuld an ihrem Dilemma. Gerade Anassa – ihre Schattenwölfin – bekommt viel dieser Gedankenlosigkeit ab, was mich in den Wahnsinn getrieben hat. Darüber hinaus ist Meryn durchsetzungsstark, kampferprobt, die Sorge um ihre jüngere Schwester habe ich ihr von der ersten Seite an geglaubt und ebenso ihre Abneigung gegen Stark.
Würde man mich fragen, ob ich das Buch vorhersehbar fand, muss ich schweren Herzens zugeben, dass es tatsächlich extrem vorhersehbar ist. Sei es, wer der wahre Böse des ganzen ist, wer der Gefährte ihrer Wölfin ist, was ihr Mordkomplott für Folgen haben würde und auch wie dieses Buch endet. Und trotzdem kann ich zugeben, dass den Inhalt trotzdem genossen habe. Gerade die emotionale Bandbreite, die charismatischen Nebencharaktere, aber ebenso die Spannung können unfassbar viel wett machen und haben mich Kapitel um Kapitel verschlingen lassen.
Ich werde auf jeden Fall im Juli nach dem nächsten Band Ausschau halten, um in Erfahrung zu bringen, ob mich Sable Sorenson nicht doch noch umhauen kann.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.





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