Mittwoch, 22. April 2026

[Rezension] Bookishly Ever After

Autor: Mia Page 

Titel: Bookishly Ever After 

Gattung: RomCom 

Erscheinungsdatum: 16. Oktober 2025 

Verlag: Dtv Verlag 

Preis: 13,00 € (Taschenbuch) & 9,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 400 Seiten 

Sind zwei Buchhandlungen eine zu viel, oder gibt es ein Bookishly Ever After? 

Für Lexi Austen ist es das größte Glück, die Buchhandlung ihrer Großmutter in Washington, D.C. weiterzuführen. Wenn da nur nicht der arrogante und unverschämt gut aussehende Buchladenbesitzer Sam Dickens wäre. Seine neu eröffnete Buchhandlung lässt Lexi immer tiefer in die roten Zahlen stürzen: Ein Plan muss her, damit dieser Mann das Interesse an seinem Laden verliert. Inspiration findet Lexi in ihren Lieblingsbüchern, denn wer, wenn nicht Jane Austen weiß, wie man einen Mann um den Finger wickelt? Doch die Liebeskniffe der Weltliteratur gehen auch an Lexi nicht spurlos vorüber ... 

An dieses Buch bin ich eher zufällig geraten, fand den Inhalt allerdings super vielversprechend und wollte es deshalb gerne lesen. Da ich gerade Lust auf etwas einfaches für Zwischendurch hatte, habe ich hierzu gegriffen.  

Und tatsächlich ist diese Geschichte eher was für Zwischendurch. Sie hat durchaus ihre emotionalen Tiefen, ist aber zu schnelllebig, die Charaktere entwickeln sich wenig greifbar weiter und überhaupt macht nicht alles Sinn, habe ich den Eindruck. Grundsätzlich ist die Rivalität zwischen den beiden Buchhandlungen eine schöne Idee, die gerade nach der Corona Zeit, den steigenden Kosten und der Schwierigkeit überhaupt einen Laden am Leben zu erhalten, punkten kann. Doch darüber hinaus hat es so seine Macken.  

Lexi Austen als unsere weibliche Protagonistin hat ihre guten wie auch ihre schlechten Seiten. Ihre Liebe zu Büchern, zu ihrer geerbten Buchhandlung, zu ihren Kunden, aber genauso zu D. C. und der weitläufigen Umgebung konnten mein Herz immer wieder erweichen. Ihr Trotz den Laden nicht aufzugeben, ihre Standhaftigkeit, aber auch ihr versteckter Kummer waren toll ausgearbeitet und haben mich mitfiebern und beten lassen, dass ihre Mühen sich auszahlen. Doch ihren Umgang, sprachlich und gedanklich, mit Sam fand ich ab und zu unterste Schublade. Ihre andauernden Sticheleien, dass es seine Schuld sei, dass ihr Laden dem Ruin geweiht ist, ihre gedankenlose Art, gerade nach dem Geschlechtsverkehr, erweckten für mich den Eindruck, dass sie sich selbst sabotiert.  

Sam Dickens ist ein klasse Geschäftsmann, hat aber die emotionale Bandbreite eines Werbeprospekts. Er ist schon sympathisch und bringt einen netten Charakter mit. Doch, seine "für dich will ich mich ändern" Nummer habe ich ihm nicht abgekauft. Dass er Lexis Ideen geklaut hat und nicht mal den Hauch von Reue gezeigt hat, nur weil er sich benutzt gefühlt hat ging mir gegen den Strich und überhaupt, das Potenzial mag ja da sein, doch wirklich genutzt wird es in meinen Augen was ihn betrifft schlichtweg nicht.  

Aber das Setting, genauer gesagt Pemberley Books – Lexies Buchhandlung - vergöttere ich. Sie klingt nach dem perfekten Ort um stundenlag zu stöbern, zu verweilen und sich in die nächste Geschichte zu verlieben. Da merkt man, dass die Autorin ebenso ein Büchernerd ist wie ich auch. Auch Washington D. C. kann sich sehen lassen und wirkt gerade durch die harmonischen und herzerwärmenden Beschreibungen herrlich anzuschauen.  

Wenn ihr mal wieder ein Buch sucht, dass ihr nebenbei wegsnacken könnt, könnt ihr eure Suche vorerst beenden, denn dieses hier eignet sich perfekt für kurzweiligen Lesespaß.  

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. 

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