Donnerstag, 19. März 2026

[Rezension] Dreams lie beneath

Autor: Rebecca Ross 

Titel: Dreams lie beneath 

Gattung: Romantasy 

Erscheinungsdatum: 30. Mai 2025 

Verlag: LYX Verlag 

Preis: 24,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 512 Seiten 

EINE LIEBE SO SCHÖN UND ZERBRECHLICH WIE EIN TRAUM 

Das Reich Azenor steht seit Jahrzehnten unter einem schrecklichen Fluch. In jeder Neumondnacht werden die schlimmsten Albträume der Einwohner lebendig. Als angehende Hüterin ist es die Aufgabe von Clementine und ihrem Vater, ihre Stadt davor zu beschützen. Doch als eines Tages zwei junge Magier auftauchen und ihnen dieses Amt streitig machen, ändert sich alles. In einem Wettkampf verliert Clementine nicht nur ihre Position, sondern auch ihr Zuhause. Sie schwört Rache, vor allem an dem geheimnisvollen Phelan, der sie bezwungen hat und sie trotz allem fasziniert. Aber um den Neumondfluch ein für allemal zu brechen, muss sie mit ihrem Rivalen zusammenarbeiten ... 

Ich habe bereits vor einiger Zeit die umwerfende "Letters of Enchantment"-Dilogie derselben Autorin gelesen, weshalb ich natürlich gehofft habe, dass mich dieser Einzelband ebenso überzeugen kann. Persönlich würde ich LoE dieser Geschichte vorziehen, warum lest ihr gleich.  

Grundsätzlich mochte ich das Worldbuilding total gerne. Gerade die zum Leben erwachenden Albträume, die unterschiedlichen Pfade der Magie, aber ebenso die ewig lebenden Geister der verlassenen Festung in den Wolken. Doch das Zusammenspiel von Fingerspitzengefühl und Schnelllebigkeit hat für mich nicht immer funktioniert. Klar, es handelt sich um einen Einzelband, da gibt es in der Regel nicht genug Seiten um sämtliche Ideen und Wendungen für alle zufriedenstellend auszuarbeiten – und das ist irgendwie genau mein Problem. Denn inhaltlich wurde alles richtig gemacht, es gab tolle Plottwists, facettenreiche Ideen, Herzschmerz und Liebe, doch so richtig eingenommen worden bin ich leider nie. Gerade die Momente, die das Zeug hatten mich umzuhauen, sind entweder zu schnell vorbei gegangen oder waren nicht emotional genug. 

Clementine war gerade in der ersten Hälfte nicht die sympathischste Protagonistin, die ich mir vorstellen konnte. Es ist nicht so, dass ich ihre Wut und ihren Kummer nicht verstehen könnte, doch umso übertriebener fand ich ihre Rachegelüste. Denn Tatsache ist nun mal, dass sie nichts verloren hat, was sich nicht anderswo wiederfinden könnte. Doch sie konzentriert sich so sehr auf das negative, dass ihr die Schönheit der Stadt und deren Bewohner lange verborgen bleibt und sie ihre Magie lange nicht für das Richtige nutzt. Zum Glück kann ich sagen, dass ich sie irgendwann nicht mehr ganz so furchtbar fand, dass ich ihren Kampfgeist zum Schluss sogar sehr gerne mochte, ihre Zuneigung zu Phelan genießen konnte und ihr das Happyend gönne.  

Phelan dagegen musste ich von Anfang an lieben. Er ist gibt einem diese warme, leicht eigenbrötlerische, aber angenehme Art, die nicht nur ein perfektes Gegenstück zu Clem bietet, sondern ihn auch liebenswert macht. Trotzdem muss ich zugeben, dass er im Vergleich zu anderen Büchern des Genres als männlicher Protagonist doch blass und zurückhaltendend wirkt.  

Ich hätte gerne gesehen, dass der Schluss wesentlich umfangreicher und emotionaler gewesen wäre. Die richtigen Elemente sind definitiv da, doch die Schnelllebigkeit nimmt bestimmten Momenten den Zauber und lässt einen Hauch Oberflächlichkeit zurück.  

Leider kenne ich bereits bessere Bücher der Autorin, denke aber, dass es sich hierbei trotzdem um einen starken Einzelband mit Luft nach oben handelt.  

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. 

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