Donnerstag, 26. März 2026

[Rezension] Bitten


Autor: Jordan Stephanie Gray 

Titel: Bitten 

Gattung: Romantasy 

Erscheinungsdatum: 30. September 2025 

Verlag: LYX Verlag 

Preis: 24,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 592 Seiten 

Welcome to the Wolf Queen’s Court 

Als Vanessa Hart von einem Wolfsrudel angegriffen wird, ist ihr Leben nicht mehr dasselbe: Ihre beste Freundin überlebt den Angriff nicht, und Vanessa wird schwer verletzt an einen magischen Hof der Werwölfe gebracht. Doch statt ihren Verletzungen zu erliegen, geschieht das Unglaubliche: Vanessa verwandelt sich selbst in eine Werwölfin! Um sich mit ihren neu gewonnen Kräften vertraut zu machen, wird ihr der charmante Prinz Sinclair zur Seite gestellt. Und zwischen langen Unterrichtsstunden an der Werwolf-Academy und der Suche nach dem Mörder ihrer Freundin, kommen die beiden sich immer näher. Aber auf Sinclairs Schultern lastet die Zukunft eines gesamten Königreichs. Und niemals darf er sich auf eine Gebissene einlassen ...  

 - Achtung, diese Rezension enthält Spoiler! -  

Bereits letztes Jahr als dieses Buch erschienen ist, wollte ich es aufgrund der Aufmachung und des interessanten Inhaltes unbedingt haben, doch gekauft habe ich es erst vor kurzem. Da ich nicht wollte, dass es lange ungelesen bleibt, habe ich es offensichtlich gelesen, aber ich mochte Teile davon und andere habe ich gehasst.  

Unsere weibliche Protagonistin, Vanessa, hat mich zeitweilen in den Wahnsinn getrieben. Ja, mit ihren siebzehn Jahren ist sie noch sehr jung, doch einige ihrer Entscheidungen waren schlichtweg dumm. Auch ihre so eindeutige Fähigkeit Lüge von Wahrheit zu unterscheiden, sollte ihr eigentlich schnell helfen den Mörder ihrer besten Freundin zu finden. Doch Vanessa stellt viel zu selten die richtigen Fragen und hört sich noch seltener die Antworten an. Für mich persönlich ist sie zu naiv, zeigt zu wenig Eigeninitiative, wenn es um ihr eignes Überleben geht, und versteift sich immer wieder auf einen einzigen Gedanken, statt das Gesamtbild im Blick zu behalten.  

Für mich ist der Plot eine Mischung aus „Kann man machen“ und „Keine Ahnung, was hier passiert“. Die Einführung in die Welt der Werwölfe startet spannend und informationsgeladen. Doch während die Geschichte ihren Lauf nimmt, passieren immer wieder Dinge, die ich nicht wirklich nachvollziehen konnte bzw. wo das Handeln der Charaktere für mich nicht stimmig schien. Beispielsweise, als Vanessa die Gefangenen entdeckt. Statt wirklich zu helfen, akzeptiert sie kompromisslos, dass sie nicht helfen kann und kehrt in ihr Zimmer zurück. Sie hat es nicht mal wirklich probiert, geschweige denn, echtes Mitleid empfunden. Absolut bescheuert, wenn ihr mich fragt. 

Gewisse Elemente des Plots haben wir doch alle von langer Hand kommen sehen, oder? Ich meine, come on, dass Cora noch lebt und Sin nicht der Gutmensch ist, den Vanessa in ihm sehen wollte, war ja wohl offensichtlich. Trotzdem kann ich zugeben, dass ich ein paar kleinere Plottwists nicht habe kommen sehen, was mich positiv überrascht hat. Doch in vielerlei Hinsicht ist „Bitten“ eine aneinander Kettung von schlechten Klischees. Auch warum sich ach so intelligente und den Menschen überlegene Wesen der absoluten Kontrolle einer einzigen Person unterwerfen sollten, erklärt sich mir nicht logisch.  

Zum Glück kann mich zumindest der Schreibstil zu weiten Teilen abholen. Nicht nur ist dieser verständlich und leicht zu lesen, er ist auch rasant, treibt die Geschichte voran und lässt durchaus einige starke Emotionen zu. Auch das Setting ist herrlich magisch und überzeugt mit schönen Beschreibungen des Schlosses, der Zimmer, aber ebenso anderen fantastischen Bestandteilen.  
 

Obwohl ich das Buch inhaltlich doch sehr durchwachsen fand, kann ich nicht leugnen, dass es trotzdem genug Teile gegeben hat, die mich überzeugen konnten. Ich glaube, dass ich mir den nächsten Band tatsächlich kaufen werde, um zu sehen, wie Vanessas Geschichte weitergeht.  

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.  

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