Autor: Rachel Reid
Titel: Heated Rivlary
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 11. Dezember 2025
Verlag: Second Chances Verlag
Preis: 20,00 € (Paperback) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 448 Seiten
Shane Hollander lebt für den Eishockeysport. Als Kapitän der Montreal Voyageurs ist für ihn nur eins wichtig: der Sieg. Doch ausgerechnet sein größter Rivale bringt ihn aus dem Konzept - Ilya Rozanov, der selbstbewusste Superstar der Boston Bears. Auf dem Eis sind sie erbitterte Gegner, abseits davon können sie die Anziehung zwischen sich kaum leugnen.
Was als geheimes Spiel mit dem Feuer beginnt, wird bald gefährlich - für ihre Karrieren und alles, woran sie glauben.
Aber was passiert, wenn das heißeste Geheimnis der Liga auffliegt?
Nachdem dieses Buch durch die gleichnamige Serie gegen Ende letzten Jahres und gegen Anfang diesen Jahres hohe Wellen geschlagen hat und sogar ich die ein oder andere Szene auf unterschiedlichen Social-Media-Seiten anschauen durfte, musste ich das Buch einfach haben. Da ich allerdings eine ganze Weile auf mein Exemplar warten musste und es vermutlich noch etwas dauert, bis ich dazu komme diese Rezension hochzuladen, erfahrt ihr meine Meinung eben erst jetzt.
Ich möchte nicht sagen, dass ich enttäuscht bin, aber irgendwie bin ich das doch. Die Ausschnitte und genauso der Inhalt klangen unfassbar vielversprechend und ich dachte mir, dass ich mit dieser Geschichte gar nichts falsch machen kann. Und ich wollte „Heated Rivlary“ lieben, ehrlich, aber ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich das nun mal nicht tue. Für mich bestand zu viel des Inhaltes aus Spice. Quasi jede Begegnung wird vom körperlichen Verlangen der beiden Protagonisten überrollt, es gibt zu wenig Handlung, zu wenig Liebe zum Sport, zu wenig Interaktion mit anderen Charakteren und so blieb meine Faszination dafür irgendwann leider auf der Strecke.
Shane ist wirklich ein superlieber und toller Charakter, doch viele Elemente seines Wesens und seiner Selbstfindung fand ich nicht gut ausgearbeitet. Gerade seine Feststellung, dass er auf Männer steht, geschieht eher unterbewusst, wird von ihm in meinen Augen aber auch zu wenig in Frage gestellt. Auch so hatte ich schlicht nie den Eindruck, dass seine Gedanken und seine Gefühle – über seine Zuneigung zu Ilya hinaus – facettenreich oder tiefgründig dargestellt gewesen sind. Ich mochte ihn, ja, aber ich kenne andere Liebesromane, wo ich mich dem männlichen Protagonisten wesentlich näher gefühlt habe.
Ilya mag nicht so leicht zu durchschauen zu sein wie Shane, doch bei ihm stehe ich vor dem gleichen Problem: ich hatte nicht den Eindruck, dass er wirklich tiefergehend ausgearbeitet ist. Gerade elementare Dinge, wie der Tod seiner Mutter, seine schwierige Familie oder sein Wunsch Russland zu verlassen bringen so unfassbar viel Potenzial mit, welches einfach nicht aussagekräftig genutzt wird.
Außerdem fand ich es unfassbar schade, dass auch die Nebencharaktere zwar gut zur Geschichte passen, aber den Verlauf kaum bis gar nicht beeinflussen. Auch Hayden als Shanes bester Freund wirkte auf mich nun mal nicht wie sein bester Freund. Wo war diese Freundschaft? Und überhaupt, wo war Shanes Eishockeyteam? Wo der Zusammenhalt? Auch so merken wir vom Eishockey selber gar nicht wirklich viel, theoretisch hätte man den Sport durch jeden anderen Teamsport ersetzen können.
Was ich allerdings sehr gerne gemocht habe, war der Humor. Gerade die Dialoge zwischen dem eher simplen Ilya und dem stets freundlichen und zurückhaltenden Shane waren herrlich zu lesen und konnten mich immer wieder begeistern. Toll fand ich zudem, dass diese eins zu eins zu den Serienausschnitten gepasst haben, die ich bereits sehen durfte.
Trotzdem muss ich zugeben, dass ich weder besonders begeistert noch in meinen Erwartungen bestätigt worden bin, was dieses Buch betrifft. Ich weiß ehrlich nicht, ob ich andere Bücher der Reihe noch lesen möchte oder nicht. Also abwarten.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.





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