Autor: Stefanie Santer
Titel: An Ocean so wide
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 27. Juli 2023
Verlag: Everlove Verlag
Preis: 13,50 € (Paperback) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 350 Seiten
Eine Liebe, so tief wie der Ozean
Als Amy erfährt, dass sie mit dem berühmten Street-Art-Künstler Ezra an einem Artikel für den Valentinstag arbeiten soll, würde sie am liebsten ablehnen. Sie glaubt nicht an die Liebe, und Ezra scheint sie vom ersten Moment an zu hassen. Aber nur wenn sie die Story abgibt, darf die engagierte Meeresbiologiestudentin in der nächsten Ausgabe über ihr Herzensthema, den Schutz der Meere, schreiben. Amy ist verzweifelt, zudem fehlt ihr die Inspiration! Doch dann bietet ausgerechnet Ezra seine Unterstützung an und hilft ihr dabei, die Liebe aus völlig neuen Blickwinkeln zu betrachten.
Als ich vor wenigen Wochen gemeinsam mit meiner Schwester in der Stadt war, bin ich über eine dieser Mängelexemplar-Boxen gestolpert und habe bei der Gelegenheit dieses Schätzchen mitgenommen. Sowohl das Cover als auch den Inhalt fand ich super vielversprechend, so richtig überzeugt bin ich von der Geschichte leider bis zum Schluss nicht.
Ich persönlich hatte durchgängig den Eindruck, dass die Geschichte zu schnell ging und viele Themen einfach nicht das Rampenlicht bekommen haben, welches sie verdienen. Angefangen bei Amys Liebe zum Meer, woher ihr Trauma kommt, was sie bisher versucht hat, um die Öffentlichkeit auf ihren Traum von der Rettung der Bucht aufmerksam zu machen. Gleiches gilt für Ezra, woher sein Bedürfnis nach Freiraum, nach Verschwiegenheit kommt, woher seine Liebe zur Kunst und betrifft irgendwie auch das Dazwischen von allem. Diese Elemente sind definitiv da, bringen Potenzial und Ideen mit, allerdings wird in meinen Augen nichts davon so ausgearbeitet, dass ich es wirklich glauben und aufrichtig mögen konnte.
Auch die Beziehung der beiden, die quasi innerhalb von wenigen Stunden von Null auf hundertachtzig geht, von Fremden zu Verliebten, mag prinzipiell funktionierten, war in dieser kurzen Zeitspanne für mich nicht vollumfänglich greifbar. Ich hätte gerne mehr Nuancen der wechselnden Abneigung zu Zuneigung gesehen, hätte gerne gesehen, dass sich die Autorin mehr Zeit nimmt die Emotionen aufleben zu lassen und uns als Leser*innen die Chance gibt aufzuschließen.
Inhaltlich habe ich irgendwie mehr erwartet. Gerade, dass beide Charaktere eben nicht die perfekten, selbstsichersten Menschen sind und beide – in der Theorie – in der Vergangenheit viel durchgemacht haben, ließ bei mir größere Erwartungen aufkommen als letztlich erfüllt worden sind. Und das zieht sich für mich wie ein roter Faden durchs Buch. Und ehrlicherweise möchte ich behaupten, dass 100 Seiten mehr der Geschichte wirklich gutgetan hätten, denn dann wären womöglich die Emotionen und Gedanken unserer beiden Protagonisten wesentlich tiefgründiger ausgefallen.
Ich glaube schon, dass ich in Zukunft dennoch ein weiteres Buch dieser Autorin lesen würde – denn wie geschrieben, gibt es durchaus genug Aspekte, die mich glauben lassen, dass hier bloß etwas Fingerspitzengefühl für eine richtig gute Geschichte fehlt.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.





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