Donnerstag, 24. September 2026

[Rezension] Kiss the Villain


Autor: Rina Kent 

Titel: Kiss the Villain 

Gattung: Liebesroman / Dark Romance 

Erscheinungsdatum: 13. Mai 2026 

Verlag: Vajona Verlag 

Preis: 20,00 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 560 Seiten  

Ich bin ein Goldjunge. Ein genialer Jurastudent. Der Erbe des Carson-Imperiums und der pflichtbewusste Sohn – zumindest nach außen. Tief in mir lodert der Drang, die Welt in Brand zu setzen. Als eine Nacht außer Kontrolle gerät, fliegt mein Doppelleben fast auf. Ich dachte, meine Leichen wären sicher begraben, bis Kayden Lockwood, mein neuer Professor, auftaucht und droht, alles ans Licht zu bringen. Ich kann ihn nicht verraten, ohne meine eigenen Geheimnisse zu enthüllen. Aber ich kann ihn sein eigenes Gift kosten lassen. 

Online bin ich vor kurzem über einen Textschnipsel des Buches gestolpert und habe es dann sogar für mich selbst überraschend im Buchhandel meines Vertrauens wiederentdeckt. Eigentlich versuche ich diesen Verlag etwas zu meiden, da in den letzten Jahren viele widersprüchliche Gerüchte im Raum standen, aber hier konnte ich mich einfach nicht zurückhalten. Und wie sich herausstellte, war diese MM-Dark Romance Geschichte genau nach meinem Geschmack. Ich bin ehrlich überrascht, wie gut mir "Kiss the Villain" gefallen hat.  

Tatsache ist nun mal, dass ich extrem schnell festgestellt habe, dass ich die Geschichte einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Bereits nach den ersten 100 Seiten hatte ich das Gefühl, endlich mal wieder ein Highlight in der Hand zu halten. Und ich hatte Recht! Denn ich habe Gareth und Kayden geliebt. Keine Ahnung, was die Autorin in dieses Buch reingemischt hat, aber ich habe es von der ersten bis zur letzten Seite verschlungen.  

Klar merkt man hier und da, dass es bereits einige andere Bücher aus dem gleichen Universum gibt. Beispielsweise, an der öfter angesprochenen Initiation. Wofür die ist, weiß ich immer noch nicht und ehrlich gesagt ist es mir auch egal. Allerdings hätte ich es als Neueinsteigerin in diese Reihe ganz nett gefunden, wenn zumindest die in oder anderen grundlegenden Fragen ganz kurz aufgegriffen worden wären. Das ist aber meckern auf hohem Niveau.  

Die Ironie ist für mich ja eigentlich, dass ich behaupten möchte, dass alle beide Protagonisten ihren ganz eigenen Dachschaden haben. Und möchte behaupten, dass es in der Theorie nicht so gut funktionierten sollte, wie es das nun mal tut. Gerade Gareths blutdurstige und doch nach außen so unschuldige Art, die mit Kaydens strenger, kontrollierter Dominanz kollidiert. Der Spice war für mich on point. Die Gespräche herrlich. Gerade wenn Gareth mit Abkürzungen um sich geschmissen hat, die Kayden ums Verrecken nicht verstanden hat. Das habe ich geliebt und immer wieder aufs Neue absolut gefeiert.  

Auch die Dynamik der Charaktere hat wirklich gut funktioniert, auch wenn ich bei meiner Meinung bleibe: Irgendwie haben alle hier einen an der Klatsche. Der Schreibstil ist auf den Punkt, liest sich wunderbar flüssig und leichtlebig und konnte mich bis zum Schluss problemlos bei Laune halten. 
 

Womöglich habe ich mir gerade den anderen MM-Band der Reihe bestellt, weil ich nicht warten möchte bis Hunt the Villain endlich erscheint, aber fairerweise muss ich gestehen, dass mich die anderen Geschichten bisher mal so gar nicht interessieren. Vielleicht muss ich in Zukunft aber doch etwas öfter auf die dunkle Seite des Romance-Genres ausweichen, denn dieses Buch war meine Zeit mal total wert. 

Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. 

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