Autor: Caty Rogan
Titel: Kissed by the Gods – Band 1: Die ewigen Kriege
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 24. Juni 2026
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 25,00 € (Gebundenes Buch) & 21,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 608 Seiten
I AM NOT THE HERO. I AM THE VILLAIN.
Seit Jahrhunderten werden die Bewohner Selencias vom Königreich Faraengard unterdrückt. Als Soldaten ihren Bruder verschleppen wollen, entwickelt Leina übermenschliche Kräfte und tötet die Angreifer. Daraufhin wird sie vom mächtigen Altor-Krieger Ryot zur Synode gebracht, wo die Altoren für den Kampf gegen Dämonen ausgebildet werden.
Plötzlich befindet sich Leina in einer Welt der Götter und Magie. Ist sie stark genug für den Kuss der Götter? Kann sie ihre Familie rächen? Und warum lenken Ryots blaue Augen sie so ab?
Als ich vor einigen Wochen in der Buchhandlung meines Vertrauens unterwegs war, bin ich über dieses Schmuckstück gestolpert. Tatsächlich habe ich es aufgrund des Inhaltes gekauft, war aber nach Entfernen der Schutzfolie absolut begeistert von den wunderschönen Innenklappen und der allgemeinen Aufmachung. Bisher kannte ich die Autorin noch gar nicht, sehe mich in Zukunft aber schon dabei, wie ich den nächsten Band dieser Reihe kaufe.
Grundsätzlich mag ich das Buch sehr gerne, bin emotional, aber nicht so ganz abgeholt worden. Trotzdem kann ich sagen, dass ich das Worldbuilding richtig spannend und toll gemacht fand. Gerade die Altor, die Götter, aber ebenso der ausufernde Krieg gegen die Dämonen bringen Action, Drama und genauso besonders schöne Loyalitäten ans Licht. Manchmal habe ich mir gewünscht, dass wir länger verweilen. Nicht nur bei den Gefühlen unserer Protagonisten, sondern ebenso bei den Kleinigkeiten drumherum. Das Vorankommen des Plots ist natürlich wichtig, aber manche Zeitsprünge waren mir zu groß und gaben mir einmal zu oft den Eindruck, dass die Chance vertan wurde, uns das Leben hinter den Mauern noch näher zu bringen. Klar macht es Spaß Informationen nach und nach zu erfahren, aber immer mal wieder hatte ich den Verdacht, dass sich die Autorin nicht die Mühe gemacht hat, gewisse Informationen weiterauszuführen. Beispielsweise, warum es nur männliche Altor und Faravar gibt. Warum binden sich die Altor an zwei Waffen? Wieso gibt es nur so wenige Begabte innerhalb der Altor? Fragen über Fragen, an deren Antworten offenbar niemand so wirklich interessiert ist, fand ich.
Leina mochte ich total gerne, aber gerade bei ihr als unsere weibliche Protagonistin habe ich mehr Emotionalität, mehr Schmerz und mehr Kummer vermisst. Der Verlust ihres ältesten Bruders, die Angst um ihren Freund aus Kindertagen und später die Sorge um Seb und Leo hat mich schlicht nicht so sehr erreicht, wie die Möglichkeit gewesen wäre. Auch ihre Beziehung zu Ryot, zu den anderen Teammitgliedern und ihr Wunsch ihrem Volk die Freiheit zu bringen, das war alles da, aber nicht genug für mich persönlich. Natürlich kann ich ihren Zorn und ihren ganzen Schmerz vollkommen nachvollziehen.
Ryot ist ein grundsolider Kerl, dessen übermäßiger Beschützerinstinkt meiner Sympathie irgendwann in die Quere kam. Im Vergleich zu anderen Männern des Genres schafft er es leider nicht zu meinen Favoriten, obwohl ich ihn eigentlich ganz gerne mag. Er ist ein guter Freund und loyal, er hat ebenso viel geopfert wie die anderen Altor, hüllt sich und seine Geheimnisse aber ebenso gerne in Schweigen.
Hat mir der Schluss das Herz zerrissen? Jup. Von allen Teilen des Buches hat mich der letzte mit Abstand am meisten abgeholt. Es war nicht nur spannend und actionreich, sondern ebenso schmerzhaft und offenbarend.
Zwar ist „Kissed by the gods“ für mich kein Highlight geworden, aber weiterempfehlen kann ich euch die Geschichte allemal.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.





Keine Kommentare :
Kommentar veröffentlichen