Autor: Jessica Peterson
Titel: Cash – Lucky River Ranch Band 1
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 1. Juli 2026
Verlag: Cove Verlag
Preis: 17,00 € (Paperback) & 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 400 Seiten
Mollie liebt ihr Leben in der Großstadt. Doch als ihr Vater, von dem sie sich schon lange entfremdet hat, plötzlich stirbt, zwingt sein Testament sie zurück in ihre alte Heimat. Um ihr Erbe antreten zu können, muss sie ein Jahr lang auf der Ranch ihres Vaters leben. Erst dann kann Mollie verkaufen und mit dem dringend benötigten Geld ihre Firma retten. Einziges Hindernis: Cash, der mürrische Vorarbeiter, der sie loswerden will – und mit jedem Streit ihr Herz zum Rasen bringt. Und was wie unüberbrückbare Gegensätze scheint, wird zu unwiderstehlicher Anziehung. Doch was, wenn das Jahr zu Ende geht?
Nachdem der Cowboy-Trend gerade in jeder Buchhandlung zu finden ist, dachte ich mir, dass ich dem ganzen doch vielleicht auch mal eine Chance gebe. Warum es genau dieses Buch geworden ist, kann ich nicht sagen, aber ich fand das Cover ganz hübsch und fand auch, dass der Inhalt seinen eigenen Reiz hatte. Witzigerweise entspricht das Buch gar nicht so sehr meiner Erwartung wie ich gedacht hätte und das im positivsten Sinne.
Die ersten Kapitel fand ich persönlich etwas schwierig. Denn Tatsache ist nun mal, dass sich unsere beiden Protagonisten am liebsten auf das Geld bzw. die Ranch gestürzt hätten, als sich ihnen die Gelegenheit bot. Kann ich das verstehen? Ja. Fand ich beider Verhalten unangenehm? Auch ja. Cash konnte ich persönlich noch eher verstehen. Wenn Garret, dem die Ranch bis zu seinem Tod gehört hat, ihm verspricht, dass er die Ranch bekommt, macht man sich natürlich Hoffnungen. Dass man als Tochter, die keine Verbindung zum Vater hat, darauf besteht, dass einem auf jeden Fall der Treuhandfond gehört, war mir zu forsch.
Grundsätzlich kann ich aber sagen, dass ich Mollie und Cash schnell lieben gelernt habe. Mollie ist gar nicht so unleidlich, wie ich kurz befürchtet habe. Sie ist nett, freundlich, versucht sich wirklich auf der Ranch einzubringen und gleichermaßen ihre eigene Firma über Wasser zu halten. Ihre anfänglichen Streitigkeiten mit Cash fand ich eher kindisch als alles andere, umso erleichterter war ich, als sich diese schnell in Neckereien und warmherzigen Sarkasmus verwandelt haben. Denn die Beziehung der beiden konnte mich ganz wunderbar unterhalten und ich stimme beiden zu, sie sind wie geschaffen füreinander.
Cash, der typische Cowboy konnte sich noch eine ganze Ecke leichter in mein Herz schleichen als Mollie. Er hat diese charismatische Ausstrahlung, ist besitzergreifend, ohne einengend zu sein, ist sexy ohne Ende und grundsätzlich einfach ein guter Kerl. Ich persönlich hätte ihn gerne öfter mit seinen anderen Brüdern, neben Wyatt, gesehen, weil die Liebe zu seiner Familie zwar deutlich war, ich bei seinen Geschwistern aber wesentliche Unterschiede vermisst habe.
Wisst ihr, was ich abgöttisch geliebt habe? Die Kommunikation unserer Protagonisten. Denn mal im Ernst, die beiden waren so herrlich ehrlich miteinander und ihren Gefühlen, dass es mich echt überrascht hat. Cash steht so fest mit beiden Beinen im Leben und nimmt sämtliche Probleme, von klein zu groß, mit einer Gelassenheit und Selbstverständlichkeit hin, die mich wirklich beeindrucken konnte. Mollie ist souverän und handelt wunderbar nachvollziehbar, dass beide zusammen nur funktionieren konnten.
Gerne hätte ich noch etwas mehr Details zur Arbeit auf der Ranch gehabt, da ich in diesem Gebiet absolut neu bin. Da hätten vermutlich ein paar kurze Erklärungen zu gewissen Tätigkeiten komplett ausgereicht, auch wenn ich total verstehen kann, wovon unserer weibliche Protagonistin am laufenden Band abgelenkt war – oder besser gesagt von wem.
Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.





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