Titel: Level One – Die Levels-Reihe 1
Gattung: Liebesroman
Erscheinungsdatum: 13. August 2025
Verlag: Heyne Verlag
Preis: 17,00 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 481 Seiten
Für Johanna soll die Gamescom der Beginn einer Karriere als Narrative Designerin für Videospiele sein. Doch als sie ihre Idee pitchen will, trifft sie auf Lukas, Deutschlands meistgefeierten Game Designer und Streamer, der ganz obendrein ihr Ex ist. Stolz präsentiert er den Trailer zu einem interaktiven Fantasy-Spiel, das Johanna erschreckend bekannt vorkommt. Lukas hat ihre Idee geklaut! Sein Verrat sitzt tief, doch als ein Hackerangriff fast alle Spieldaten löscht, bittet er Johanna um Hilfe. Bei der Zusammenarbeit ist das Knistern zwischen ihnen kaum zu leugnen. Plötzlich findet Johanna sich in einem Spiel aus alten Wunden und neuer Anziehung wieder. Und sie stellt fest, dass Lukas mit weit mehr als seinen Schuldgefühlen zu kämpfen hat. Finden sie einen Weg, neues Vertrauen zu schaffen und ihrer Liebe eine zweite Chance zu geben?
Da ich gerade mal Lust auf einen Liebesroman hatte, wollte ich mal wieder ein Buch von meinem Stapel ungelesener Bücher befreien, welches dort schon ein Weilchen liegt. Ich kenne bereits ein paar andere Bücher, einer anderen Autorin, mit einer sehr ähnlichen Thematik, die ich total gerne mochte. Deshalb habe ich gehofft, dass mich "Level One" genauso begeistern kann. Leider musste ich schnell feststellen, dass das Gegenteil der Fall ist.
Ohne lange um den heißen Brei herumzureden, irgendwo in der Mitte des Buches habe ich es tatsächlich dann doch abgebrochen. Bereits in den ersten Kapiteln hatte ich immer wieder den Eindruck, dass es zwischen mir und der Geschichte, genauer gesagt zwischen mir und beiden Protagonisten, schlicht überhaupt nicht funkt. Und dabei ist es leider geblieben.
Nach den ganzen positiven Meinungen, die ich bereits gesehen habe, habe ich mich kurz gefragt, ob ich ein ganz anderes Buch als alle anderen gelesen habe. Denn Lukas fand ich maximal problematisch. Klar kann ich jetzt argumentieren, dass er durch sein Kindheitstrauma, das Mobbing und seine kalte Familie vorbelastet ist, doch ich kam schnell an den Punkt, an dem das sein Verhalten nicht mehr rechtfertigen konnte. Er verhält sich immer wieder äußerst egoistisch, sprunghaft und unlogisch. Merkwürdig finde ich zudem, dass er echt mit allem durchkommt. Ich meine, hallo, er bestiehlt sie, diffamiert sie und verwendet ihr Gesicht für eine geklaute Spielidee. Trotzdem gibt es keinerlei Konsequenzen. Nein Danke.
Johanna fehlt jedes Selbstwertgefühl. Was wir leider in jedem Kapitel, dass ich gelesen habe sehr deutlich merken. Gerade bei dem ersten Kuss der beiden, der ja von Lukas Seite aus rein manipulativ war, habe ich mich ehrlich gefragt, wo ihr Verhalten Sinn macht. Und das passiert immer wieder. Ich saß vor diesem Buch und habe mich ernsthaft gefragt, wo die Logik hinter ihrem Verhalten ist. Natürlich sind Emotionen nicht immer logisch, keine Frage, aber für mich war es so irgendwann leider unerträglich. Als Beispiel, er klaut ihre Herzensidee für ein Spiel und was macht sie? Korrekt, gar nichts. Seite über Seite lässt sie alles mit sich machen, sie zieht keine Grenzen, steht nicht für sich ein und redet sich alles immer wieder schön.
Die Beziehung der beiden liest sich immer wieder so, als seien beide noch junge Erwachsene und frisch getrennt. Und nicht zwei Erwachsene, die sich vor sechs Jahren getrennt haben. Ich habe keine Chemie gespürt, keine Funken, nicht mal den Hauch von Sympathie für eine Liebe, die unter so wenig emotionalen Gründen zerbrochen ist. Was womöglich der Tatsache zuzuschreiben ist, dass ich das Buch wirklich gar nicht gefühlt habe.
Von mir gibt es 2,5 von 5 Sternen.





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