Autor: Rina Kent
Titel: God of Fury – Legacy of Gods Band 2
Gattung: Liebesroman / Dark Romance
Erscheinungsdatum: 8. Oktober 2025
Verlag: Vajona Verlag
Preis: 19,00 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 624 Seiten
Nachdem ich das Buch online bestellt, aber ewig darauf warten musste, hatte ich das große Glück in meiner hiesigen Buchhandlung noch ein Exemplar mit Farbschnitt zu ergattern. Nachdem mir „Kiss the Villain“ von Rina Kent so unfassbar gut gefallen hat, wollte ich diesem MM-Romance-Buch ebenfalls eine Chance geben, in der Hoffnung, dass mich die Begeisterung ebenso packt.
Hier haben wir ein Buch, das ich ehrlich lieben wollte. Gerade nachdem ich Kayden und Gareth so sehr geliebt habe, hatte ich so große Hoffnungen, dass meine Liebe auch vor Nikolai und Brandon nicht Halt macht. Leider musste ich schnell feststellen, dass dem leider nicht so war. Für mich las sich das Buch nicht halb so flüssig oder humorvoll, wie ich erwartet habe. Auch das ewige Hin und Her zwischen unseren beiden Protagonisten ging mir auf die Nerven. Manchmal musste ich mich echt ein wenig zwingen weiterzulesen.
Grundsätzlich fand ich es spannend, dass beide Charaktere mit ihren ganz eigenen Dämonen zu kämpfen haben. Gerade bei Brandon, wo wir eine ganze Weile warten müssen, bis wir zum Kern der Problematik kommen. Und auch Nikolais Episoden voller Gewalt, Alkohol und Zigaretten bringen die ein oder andere Action mit, aber trotzdem hat es zwischen mir und „God of Fury“ einfach nicht gefunkt. Beide waren mir gedanklich zu sprunghaft, ihre Worte und auch Gedanken wiederholen sich recht häufig, mir fehlte es ein wenig an Samtigkeit, an Zärtlichkeit und Momenten, wo die Verbindung der beiden greifbarer ist.
Dass dieses Buch Teil einer Reihe ist, merken wir hier sehr deutlich, aber nicht immer zum Guten, finde ich. Ich kenne die anderen Teile nicht, und werde diese vermutlich auch nicht lesen, aber hier passiert ganz offensichtlich so viel nebenbei, was durchaus Einfluss auf die Geschichte hat, was zu wenig ausgeführt wird. Ich meine Nikolai wird beispielsweise entführt, aus Rache? Wofür genau? Keinen blassen Schimmer. Auch die viel gerühmte Initiation zu den Heathens war für mich mehr Kauderwelsch als alles andere. Wie kommt man denn bitte darauf, andere halb tot zu prügeln, durch einen Wald zu jagen und teils mit Waffen auf die „Häschen“ loszugehen? Fand ich total unnötig und erklärt sich mir auch nicht ganz.
Gerade dadurch, dass im Hintergrund so viel anderes passiert, sich Nikolai und Brandon immer mal wieder gegeneinander und dann wieder füreinander entscheiden, die Szenen immer wieder abrupt wechselten und der Inhalt das reinste Chaos war, habe ich irgendwann feststellen müssen, dass mir die Liebe der beiden ziemlich egal war. Die Gespräche von Niko und Bran, sowie den Nebencharakteren, sowie der vorherrschende Humor waren noch meine Lieblingsaspekte an der ganzen Geschichte.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.





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