Sonntag, 1. November 2026

[Rezension] Bronwick Hall - Band 1: Dornengift

Autor: Laura Labas 

Titel: Bronwick Hall – Band 1: Dornengift 

Gattung: Romantasy 

Erscheinungsdatum: 31. August 2023 

Verlag: Piper Verlag 

Preis: 17,00 € (Paperback) & 9,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 432 Seiten 

Eine magische Hexenakademie im Kampf gegen unheilvolle Rebellen! 

Von geheimnisvollem Nebel verborgen, bildet die magische Universität Bronwick Hall junge Hexen aus. Dort gerät die 21-jährige Blaine in einen Strudel aus Lügen und Intrigen, nachdem sie zur obersten Elitestudentin aufsteigt. Ihr Verlobter Karan bietet ihr Schutz, seit ihr Vater wegen Hochverrats verhaftet wurde, doch sie liebt ihn eigentlich nicht. Als die Universität von einer Rebellenorganisation angegriffen und Karan im Kampf von einem Pfeil vergiftet wird, verbündet sich Blaine mit dem jungen, geheimnisvollen und viel zu attraktiven Professor Henry Saints, um ihre Zukunft zu retten. 

Zwar habe ich gerade erst wieder einen neuen Schwung Bücher gekauft, aber trotzdem wollte ich mal wieder ein Buch von meinem Stapel ungelesener Bücher befreien, welches dort schon ein Weilchen liegt. Ich kenne bereits das ein oder andere Buch von Laura Labas, kenne aber Werke von ihr, die mir wesentlich besser gefallen haben.  

Eigentlich fand ich den Einstieg in die Geschichte angenehm und dachte auch, dass Blaines Geheimnisse wahrscheinlich einige schöne Wendungen mit sich bringen. Gerade ihr zurückhaltendes Verhalten, ihr Bedürfnis nicht aufzufallen in Kombination mit ihrer Angst, was die anderen von ihr denken und ihre direkten Verbindung zum größten Verräter der Geschichte. Doch all diese Rätsel und die Verworrenheit löst sich weder glaubhaft noch besonders spektakulär auf. Ich empfand ihr Verhalten als anstrengend, teils nicht nachvollziehbar und kindisch. Warum zum Beispiel besorgt sie sich extra eine Kette, deren Anhänger dunkel wird, wenn ihr jemand böses will, wenn sie diesen immer unter dem Pullover versteckt? Und so natürlich nie sehen kann, ob sich dessen Farbe geändert hat.  

Die Chemie zwischen ihr und Saints habe ich auf freundschaftlicher Ebene gespürt, alles darüber hinaus kam gar nicht bei mir an. Und gerade dadurch fühlen sich viele Gespräche oberflächlich, unsinnig und gar nicht gefühlvoll an. Es mangelt an echten Emotionen und Tiefe. Welche ich grundsätzlich bei allen Charakteren vermisse.  

Der Plot war tragisch vorhersehbar. Wenn man nicht wie Blaine immer nur mit sich selbst beschäftigt ist, merkt man ganz schnell, welche Leute hier ein falsches Spiel spielen. Dazu kommt, dass es eine ganze Menge Dinge gibt, die für mich so nicht nachvollziehbar waren. Wieso genau hat Blaine so große Angst vor ihrer Großmutter? Dafür gibt es keinerlei richtige Erklärung, was alles andere in diesem Zusammenhang genauso fragwürdig macht. Sie hat nach ihrem achten Lebensjahr bis jetzt kein einziges Mal mit ihrem Vater gesprochen, warum nicht? Wieso wird ihr am laufenden Band vorgeworfen etwas falsch gemacht zu haben, wenn sie damals erst acht war? Wieso sollte man ihrem Bruder irgendetwas vorwerfen? Die Verlobung mit Karan war zudem so wahnsinnig an den Haaren herbei gezogen, dass sich mir der Zweck gar nicht wirklich erschlossen hat.  

Ich sehe das Potenzial hinter dieser Geschichte, ich sehe die Mühe, die sich die Autorin beim Plot gemacht hat, aber alles in allem ist dieses Buch definitiv nichts für alteingesessene Hasen, wie ich eine bin. Es mangelt an Fingerspitzengefühl, an Geduld, die Gefühle richtig auszuarbeiten und daran uns die Charaktere näher zu bringen. 

Von mir gibt es 2,5 bis 3 von 5 Sternen. 

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