Titel: The Wolf King
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 1. April 2026
Verlag: Cove Verlag
Preis: 25,00 € (Gebundenes Buch) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 480 Seiten
Bereits bei diesem Titel wusste ich, dass ich das Buch haben muss. Denn seit vielen Jahren gehören Wölfe, egal in welcher Form oder mit welcher Thematik, zu meinen persönlichen und unangefochtenen Favoriten in der Literatur. Und Romantasy-Geschichten natürlich auch.
Ehrlich gesagt war ich nach den ersten hundert Seiten überzeugt davon, dass "The Wolf King" für mich ein richtig gutes Buch werden könnte, bis sich der Inhalt immer mehr in eine Richtung entwickelt hat, die mir nicht gefiel. Der Start war informationsreich und spannend, der Plot startet blutig und wir kommen schnell an den Punkt, der uns vom Klapptext prophezeit wurde. Und dabei sind mir von Zeit zu Zeit immer mehr Ungereimtheiten aufgefallen, welche das Worldbuilding unausgereift und blass erscheinen lassen. Gerade der zentrale Konflikt zwischen den Wölfen und den Menschen, der ja nun mal der entscheidende Punkt für Auroras Gefangennahme ist, scheint so unausgegoren zu sein, dass ich ziemlich enttäuscht bin. Woher kommt dieser Krieg überhaupt? Wo waren die emotionalen Hintergründe unserer Charaktere, um zu verstehen, woher der ganze Hass kommt? Dazu kommt, dass es kaum Kämpfe zwischen den unterschiedlichen Parteien – abgesehen von den Wölfen untereinander – gibt und warum spielt Auroras Vater nach ihrer Gefangenschaft plötzlich keine Rolle mehr?
Aurora, oder kurz Rory, ist zudem leider nicht die hellste Kerze auf der Torte, wenn ich das mal so höflich sagen darf. In einer Burg von einem Wolf angegriffen zu werden, aber sich in den Wald zu flüchten ist halt eine total blöde Idee. Auch so fand ich sowohl ihren Plan Informationen über die Wölfe zu sammeln um sich bei ihrem Vater, dem König, gutzustellen oder überhaupt freiwillig entführt zu werden, furchtbar schlecht durchdacht. Gerade dadurch, dass sie einmal in fünfzig Seiten über ihre Pläne nachdenkt, und ansonsten damit beschäftigt ist sich über Callums Schenkel an ihren oder seinem ach so unanständigem Verhalten zu stören, schlichtweg unglaubwürdig. Emotional dreht sie sich nur im Kreis und steht meiner Meinung an den falschen Stellen für sich selbst ein.
Ich kann nicht genau sagen, ob es an der Übersetzung liegt oder daran wie dieses Buch geschrieben ist, aber viele Dinge sind mir leider negativ aufgefallen. Eine laktoseintolerante Wölfin zum Beispiel, passte mal so gar nicht in das Bild, welches ich von dieser Welt hatte. Weil das Wort dafür einfach zu modern klingt. Schlicht zu sagen, jemand habe eine Unverträglichkeit hätte ich vollkommen akzeptiert, aber so kam meine Vorstellung ziemlich ins Wanken. Gleiches gilt für die ewig getragenen Hemden mit Manschettenknöpfen. Wo waren die Rüstungen, die Harnische, meinetwegen Tuniken? So klingt es für mich nun mal viel zu modern. Das hat mich wahnsinnig gemacht!
Für mich ist die Geschichte so wie sie ist zu unausgereift, in sich nicht immer logisch und selbst der männliche Protagonist – der in Vergangenheit schon mal das ein oder andere Buch für mich retten konnte – wirkt im Vergleich so zurückhaltend und irgendwie schwächlich, weil er sich am laufenden Band behaupten muss. Ach so und habe ich schon mal erwähnt, dass ich Dreiecksbeziehungen hasse? Davon bahnt sich für den nächsten Band nämlich definitiv eine an. Welchen ich nicht lesen werde.
Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.





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