Dienstag, 25. Oktober 2016

Rezension zu Phoenix

Autor: Ann-Kathrin Karschnick
Titel: Phoenix – Tochter der Asche
Gattung: Fantasy
Erscheinungsdatum: 02.10.2013
Verlag: Paperverzieher Verlag
ISBN: 9783944544052
Preis: 14,95€ (Taschenbuch) oder 5,99€ (Kindle Edition)
Seitenzahl: 400

Inhalt:
Europa liegt nach einem fehlgeschlagenen Experiment im Jahr 1913 und diversen Kriegen mit Amerika in Trümmern. Mithilfe des damals führenden Wissenschaftlers Nicola Tesla bauten die Saiwalo, eine überirdische Macht, Europa langsam wieder auf. 120 Jahre später erschüttert eine Mordserie Hamburg, die sich niemand erklären kann. Leon, ein Anhänger der Saiwalo und Mitglied der Kontinentalarmee, wird auf die Fälle angesetzt und trifft bei seinen Ermittlungen auf die rätselhafte Tavi. Wer ist sie und wieso ist sie so fest von der Schuld der Saiwalo an den Morden überzeugt?
Cover:
Dunkel, düster und geheimnisvoll eine sehr schöne Kombination, die perfekt zum Inhalt passt. Auch die Frau mit den Flügeln, die wahrscheinlich die Protagonistin Tavi darstellt, stimmt super mit dem Inhalt des Buches überein.

Charaktere:
Besonders an dem männlichen Protagonisten Leon war in meinem Fall, dass ich ihn die meiste Zeit des Buches nicht ausstehen konnte. Das hört sich jetzt vielleicht etwas sonderbar an, aber das trifft tatsächlich zu. Er ist zu Beginn immer nur auf seine Beförderung fixiert, glaubt voll und ganz, dass die Saiwalo die Guten sind und ist natürlich sehr schnell der Ansicht, dass Tavi die Morde begangen haben muss. Seltsamer Weise muss ich mir eingestehen, diese Art der nicht vorhandenen Sympathie hatte ich bis jetzt noch bei keinem anderen Buch so ausgeprägt wie bei diesem und das gefällt mir sehr gut. Einfach aus dem Grund, weil es für mich etwas Neues war, es machte mir Leon somit erst auf die letzten Seiten wirklich sympathisch.
Tavi konnte ich von Anfang an sehr gut nachvollziehen, sie ist eine mutige, stolze und kluge Frau die sich zu wehren weiß. Auch die Rolle als Mutter oder große Schwester für Nathan hat sie für mich nur noch interessanter gemacht, dazu kommt natürlich noch, dass sie bereits sehr alt und eine Phoenix ist.
Ich finde, dass sämtliche Charaktere gut beschrieben waren und meistens super nachvollziehbar gehandelt haben.

       
Fazit:
Meiner Meinung nach war Phoenix -Tochter der Asche ein sehr gelungener Auftakt, bei dem sich das Lesen definitiv gelohnt hat. Allerdings muss ich gestehen, dass mir persönlich noch das gewisse Etwas gefehlt hat, obwohl die Protagonisten und auch die Welt von Tavi & Co. Toll beschrieben waren.

Von mir gibt es insgesamt 4,5 von 5 Sternen.

Schmerzende Füße und ein riesiges Dankeschön



                           Auch euch allen einen wundervollen Guten Morgen,

so ich bin genervt und wahnsinnig glücklich zugleich, ich habe Blasen an beiden Füßen, insgesamt drei neue signierte Bücher und haufenweise neue Goodies sind bei mir eingezogen, mein Rücken bringt mich wahrscheinlich bald um und mein Schädel fühlt sich an als würde er bald platzen.


Ich muss gestehen, dass die Buchmesse definitiv eine Erfahrung wert war. Ja es war voll, es war warm und ich bin ehrlich gesagt froh für dieses Jahr fertig zu sein, aber ich werde es mir nächstes Jahr dennoch wohl wieder antun. Dann aber an den Fachbesuchertagen und nicht am Wochenende, denn das ewige Anstehen und Drängeln um vorwärtszukommen, war wirklich wahnsinnig anstrengend. Falls es euch nicht allzu sehr stört ;) werde auch ich die nächsten Tage dazu nutzen einige Fotos mit euch zu teilen. 


An dieser Stelle noch einmal ein riesiges Dankeschön an meine baldige Mitbloggerin Sissy. Dank dir habe ich ein fantastisches Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse erlebt, einige neue signierte Schätze sind bei mir eingezogen und ich hoffe, dass wir weiterhin so super Freundinnen bleiben.

<3 nbsp="" p="">
Eines meiner neuen Schätze vom Drachenmond Verlag




Mein nun von Cecelia Ahern signiertes Buch
Dass sich meine beste Freundin auch gleich besorgt hat :)









Freitag, 21. Oktober 2016

Frankfurter Buchmesse 2016

Nabend Cuties,

soo falls ihr euch wundert, demnächst werden auch von mir massenhaft Bilder von der Frankfurter Buchmesse hochgeladen werden. Ich bin ja dieses Mal zum aller ersten Mal im Frankfurt am Main und (was wohl noch viel wichtger ist) auch auf der Buchmesse. Und das nur aus dem Grund, weil ich eine der besten Freundinnen der Welt habe und sehr großzügige Eltern :) <3 nbsp="" p="">
Sagt mal gibt es jemanden von euch der schon einmal dort war und mir sagen kann, was wir uns auf keinen Fall entgehen lassen sollten? 


Montag, 17. Oktober 2016

Rezension zu Nemesis

Autor: Asuka Lionera
Titel: Nemesis, Hüterin des Feuers
Gattung: Fantasy
Erscheinungsdatum: 30. April 2016
Verlag: Drachenmond Verlag
ISBN: 978-3-95991-220-4
Preis: 14,90 €
Seitenzahl: ca. 400

Der Inhalt:

"Ich bin Nemesis. Ich verliere nie. Vor allem nicht gegen jemanden wie ihn."

Evelyn Porter, genannt Nemesis, ist die beste Gamerin der Welt. Mithilfe einer neuen Technologie gerät sie in eine Spielwelt, aus der sie jedoch nicht mehr entkommen kann. Um sich wieder auszuloggen, hat sie nur eine Möglichkeit: das Spiel zu beenden. Dazu muss sie mit der Hilfe von vier Wächtern die Göttin Gaia aus ihrem jahrhundertelangen Schlaf erwecken. Gefangen in einer Welt aus Gier und Intrigen, muss Evelyn sich für einen Weg entscheiden, um endlich wieder nach Hause zu kommen.

Doch wem kann sie wirklich vertrauen - ihren Wächtern oder den realen Menschen aus ihrer Welt?

Cover und Seiten:

Um es kurz zu machen, ich bin total in dieses Cover verliebt! Es passt perfekt zum Inhalt des Buches. Dazu kommt noch, dass die Frau auf dem Cover, für mich, absolut dem Bild von Evelyn entspricht. Was mir ebenfalls noch gut gefällt sind die, ebenfalls sehr passenden, Flammen zu Beginn der einzelnen Kapitel.



Charaktere:

Asuka Lionera hat es bereits von Anfang an geschafft mich mit ihren Charakteren zu begeistern. Die einzelnen Figuren wirken weder unrealistisch noch einseitig, jede hat ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen. Aber vorallem hat es mir Evelyn angetan, meine persönliche Heldin, die sich zwar freiwillig für dieses Spiel gemeldet hatte, aber letzten Endes dennoch willens ist alles für ihre neu gewonnenen Freunde aufzugeben.

Fazit:

Dieses Buch ist jetzt schon eines meiner Highlights aus 2016. Ich bin in das Cover, die Charaktere und die Idee, von der ich zugebe, dass sie nicht ganz neu ist, aber wundervoll neu erzählt wurde, verliebt. Jedem von euch, der genau wie ich auch gerne mal ein Stündchen am Computer spielt, kann ich dieses Buch nur wärmstens ans Herz legen.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Rezension zu Roter Mond


Autor: Benjamin Percy
Titel: Roter Mond
Originaltitel: Red Moon
Gattung: Roman
Erscheinungsdatum: 18.04.2016
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN: 978-3-73410-0635
Preis: 19,99 € (gebundene Ausgabe)
Seitenzahl: 640
Inhalt:
Patrick Gamble überlebt als Einziger einen terroristischen Anschlag auf ein Linienflugzeug. Er wird als Held gefeiert, während landesweit in einer wahren Hexenjagd Verdächtige verfolgt werden. Als Regierungsbeamte Claire Forresters Haustür eintreten und ihre Eltern ohne zu zögern erschießen, ist ihr klar, dass sie selbst zur Zielscheibe geworden ist. Claire kann gerade noch fliehen, aber sie weiß: Ihr Volk, das durch Gesetze, Gewalt und Drogen in Schach gehalten werden soll, gilt als dunkle Bedrohung. Doch die Nacht des Roten Mondes rückt näher, in der die Welt für immer ihr Antlitz verändern wird – und die Schlacht gegen die Menschen beginnt …
Cover:
Das Cover ist dunkel und verbreitet eine düstere Stimmung, die sich auch recht schnell im Buch wiederspiegelt. Der ausdrucksstarke rote Mond auf dem Cover, zeigt nur noch eine weitere Parallelen zum Inhalt des Buches.


Charaktere:
Da im Laufe dieses Buches immer mehr Charaktere ihren ganz eigenen Auftritt haben, werde ich an dieser Stelle etwas kürzertreten. Sämtliche Protagonisten im Buch sind lebensecht, glaubhaft beschrieben und sind auch genauso rübergekommen. Durch das Wechseln der Handelsstränge musste man sich an einigen Stellen erst wieder in den jeweiligen Charakter hineinversetzen, dennoch war ich überrascht, dass der Autor es geschafft hat so viele Protagonisten unter einen Hut zu bringen, ohne dass diese blass oder gar unwirklich erschienen sind.
Fazit:
Im Großen und Ganzen fand ich die Idee hinter dem Buch gar nicht schlecht. Was mich im Laufe des Buches jedoch immer mehr gestört hat war zum einen, die Zeitform, mit der ich persönlich so meine Schwierigkeiten hatte, und zum anderen das ständige Wechseln der Charaktere und das obwohl ich persönlich eigentlich kein Problem mit dem Wechsel der Perspektive habe, doch dadurch das es in diesem Buch relativ viele Protagonisten gab, wurde dies für meinen Geschmack etwas zu sehr ausgereizt.
Von mir gibt es drei von fünf Sternen.



Sonntag, 9. Oktober 2016

Selbstverfasstes by Jana

❤ Hallo ihr da draußen ❤


Soo, ich hatte euch ja in einem anderen Post (mit dem hübschen Titel Selbstverfasstes)
mal gefragt ob ihr denn Lust hättet zu sehen, was ich denn selber mal so zusammengekleistert habe, also Schreibmäßig. Und da sich ja einige von euch tatsächlich gemeldet haben, habe ich zum einen bereits eine neue Seite genau dafür erstellt, auf der ich sämtliche Ausschnitte, die ich hier von Zeit zu Zeit poste, zusammengefasst hochladen werde. Und zum anderen habe ich mir kurz die Zeit genommen den ersten Ausschnitt noch einmal in diesem Post separat zu veröffentlichen. Damit ihr vorab selber entscheiden könnt ob meine Geschichte "Wolf Possession" etwas für euch ist, kommt hier auch der sogenannte Klapptext für euch:



Hope hatte es in ihrem Leben nie leicht, geboren als Hybride, geliebt von ihren Eltern, aber gehasst vom Rest der Welt.
Als Hybride lebt man zwischen den Welten, niemand möchte mit einem befreundet sein und niemand möchte auch nur in der Nähe eines Mischlings gesehen werden.
Nach dem Tod ihrer Eltern bricht für Hope eine Welt zusammen. Die einzigen die sie je wirklich geliebt haben, tot. Ihr Zuhause zerstört. Ihre Zukunft ungewiss.
Doch mit einem hat die hoffnungslose Hope nicht gerechnet, ihrem verschollenen Onkel Herb. Denn ohne ihr Wissen hatte ihre Mutter dafür gesorgt, dass er nach ihrem Ableben für Hope sorgen sollte. Das Problem dabei?
Herb Meval ist das stellvertretende Alphatier der DarkShadow Wölfe, dem größten und aggressivsten Wolfsrudel der Welt. Kann Hope in einem Rudel überleben, dass alles dafür tun würde um sie wieder los zu werden? Und was hat es mit diesem merkwürdigen rotäugigen Wolf auf sich, der ihr ständig im Traum erscheint? 




Denjenigen denen meine Geschichte vom Inhalt her zusagt, wünsche ich viel Spaß beim Lesen des Prologs und würde mich natürlich über Anregungen oder auch Kritik freuen  ❤


 Wolf Possession

~Prolog~


"Warum gestehen sie nicht endlich?"
"Weil ich es nicht war." Hopes Stimme war rau und heiser vom Weinen, ihre sonst so bleichen Wangen waren gerötet. Die schwarzen Haare, die gewöhnlich zu einem festen Zopf geflochten waren, hatten sich gelöst und umrahmten ihr fast noch jugendliches Gesicht. Die grelle Neonlampe die alleine eine graue Betondecke zierte, schien nicht mehr richtig zu funktionieren und warf lange Schatten auf die männlichen Gesichter vor ihr. Ein Quietschen durchbrach den sonst so stillen Raum, einer der beiden Männer vor ihr war aufgestanden und hatte dabei seinen billig aussehenden Plastikstuhl zurückgeschoben. Mit einer Hand durch seine fettigen Haare streichend lehnte sich jetzt der andere an den blassgelben Holztisch und musterte das 19-jährige Mädchen vor sich aus stechend schwarzen Augen. Augen die ihr wahnsinnige Angst einjagten, Augen die ihr zeigten, dass sie keine Gnade erwarten konnte, zumindest nicht von ihm. Oder dem anderen schwarzäugigen Mann im Raum, der mittlerweile wieder seine sinnlose Wanderung durch das kleine quadratische Zimmer aufgenommen hatte. Seine Stiefel machten auf dem, seltsamer Weise mit Teppich bedeckten Boden keinen Laut. Schon seit Tagen versuchten die zwei ihr ein Geständnis zu entlocken. Aber sie war unschuldig, auch wenn sie vielleicht die einzige war die noch daran glaubte. Die einzigen Leute die sie je wirklich geliebt hatten waren Tod. Ihr Zuhause durch ein Feuer zerstört. Ihre Zukunft ungewiss.

"Wenn sie es nicht waren, wer war es dann?"
"Das weiß ich nicht." Fast hätte sie wieder angefangen zu weinen, aber sie hatte genug davon. Von all dem hier. Sie hatte ihre eigenen Eltern nicht umgebracht. Sie hatte ihr Zuhause nicht angezündet. Aber vor allem würde sie ihren Gegenübern niemals die Genugtuung geben, sie gebrochen zu haben. Einmal mehr ließ sie den Blick durch den kleinen spartanisch eingerichteten Raum wandern. Bis auf den Tisch, die drei Stühle und einer großen Eisentür war der kleine Raum leer. Wie lange sie wohl schon hier war? Da sie ungünstiger Weise zwischen durch ein paar Mal eingeschlafen war, hatte sie ihr Zeitgefühl verloren, dazu kam noch das es hier keine Fenster gab und auch sonst nichts woran sie sich hätte orientieren können. 

"Warum sollte jemand ihr Zuhause anzünden?" Fast hätte Hope laut geschnaubt. Warum? Die eigentliche Frage sollte lauten warum war das in den letzten neunzehn Jahren noch nicht passiert? Der Grund nämlich war ganz simpel, weil sie, Hope, ein Mischling war. Also eine Kreuzung aus zwei unterschiedlichen Gestaltwandlern, in ihrem Fall eine Vermischung aus Wolf und Gepard. Ihre Mutter, eine wunderschöne schlanke Wölfin mit weichem grauen Fell, hatte sich vor Jahren von ihrem damaligen Rudel losgesagt und Hopes Vater, einen Geparden geheiratet. Solche Paare gab es nur äußerst selten und waren für gewöhnlich totale Außenseiter, sie gehörten keinem Rudel an und genossen somit auch nicht deren Schutz. Es war schwer sich beispielsweise als Raubkatze in einem Wolfsrudel durchzusetzen, wenn nicht sogar unmöglich. Die Rudel, egal ob Fleischfresser oder Vegetarier, lebten unter sich, um ein Rudel zu verlassen gab es nur wenige Möglichkeiten, dazu gehören unter anderem der Tod oder ein schwerer Vertrauensbruch, wie im Falle von Hopes Mutter. Sich mit einem Geparden einzulassen war für ihr Rudel Grund genug gewesen sie zu verbannen, ein schmerzhafter Verlust, zumindest hatte das ihre Mutter immer gesagt. 

"Sie kennen den Grund." Hope hob den Kopf und sah dem braun haarigen Mann ins Gesicht, sie blinzelte nicht. Schon nach wenigen Sekunden wandte, der sonst so taff wirkende Mann den Blick ab, in einem Rudel wäre das ein klares Zeichen von Schwäche. Viele der Menschen oder auch einige der Gestaltwandler mieden sie, nicht, weil sie Respekt hatten, sondern, weil sie Angst hatten. Nicht wegen ihrer Größe, läppische 1,65, oder wegen ihres Hybriden Blutes, das man dank ihres Geruches locker über Meter bemerkte, sondern aufgrund ihrer außergewöhnlichen Augen. Denn im Gegensatz zu den Augen ihrer Eltern hatte sie weder die goldenen Augen ihres Dads noch die Indigo farbenden Augen ihrer Mutter geerbt. Nein, ihre Augen waren eine intensive Mischung aus den unterschiedlichsten Indigo und Lila Tönen, überaus selten, eine Zusammenstellung die Hope bis jetzt bei noch keinem anderen gesehen hatte. 

"Nein, tut mir leid den kenne ich nicht." Eine Lüge, das war ihr sofort klar. Wieso sollte er auch die Wahrheit sagen? Egal worum es auch gehen würde, am Ende würde man sie ja doch einbuchten. Niemand hier würde auch nur ansatzweise versuchen den tatsächlichen Täter zu finden, es war ihnen einfach egal und das nur aus dem Grund, weil sie ein Mischling war.

"Doch." Mehr würde sie nicht sagen, es gab einfach nichts mehr zu sagen. Schon öffnete er wieder den Mund, aber bevor auch nur ein Wort seinen Mund verließ, klopfte es einmal laut und kräftig gegen die Tür aus Eisen. Der zweite Mann im Raum unterbrach sein sinnloses Hin und Her Gerenne und stampfte mit finsterem Gesicht zur Tür. Ohne sich noch einmal umzudrehen öffnete er die schwere Tür. Dahinter kam ein weiterer Mann mit pechschwarzen Augen zum Vorschein, er trat aber nicht ein, sondern flüsterte dem Mann vor ihm nur etwas ins Ohr, was eben diesen bleich werden ließ. Danach starrten beide einen Moment lang in meine Richtung, bevor auch der einzige braunhaarige Mann, also der der noch vor Hope gesessen hatte aufstand und sich dem Duo anschloss. Ohne noch einmal zurück zu blicken verließen alle drei den Raum, die Tür schlug mit einem ohrenbetäubenden Krach hinter ihnen ins Schloss. Hopes Hände fühlten sich nass an, ihre Kehle war trocken und am liebsten wäre sie nach Hause gegangen. Aber so etwas besaß sie ja nicht einmal mehr, genau so wenig wie eine Familie. 

Keine fünf Minuten später flog die Tür wieder auf und der braunhaarige Mann kam ganz alleine wieder herein. Mit wenigen ausladenden Schritten hatte er den Raum durchquert und Hope erreicht. Ohne sie anzusehen packte er sie am Arm und riss sie vom Stuhl.

"Mitkommen!" Fast hätte Hope sich losgerissen, aber bei seinem groben Griff wäre dieses Unterfangen unmöglich von Erfolg gekrönt gewesen.

"Was ist denn los?" Wagte sie leise zu fragen, doch es kam wie so oft keine Antwort, er schleifte sie einfach Richtung Tür, dann nach draußen und einen leeren Flur entlang. Auch hier waren in regelmäßigen Abständen grelle Neonlampen an die Decke geschraubt worden, die Wände und der Boden waren aus kaltem grauen Beton und ihre schnellen Schritte wurden von den hohen Decken förmlich aufgesaugt. Nach dem Passieren von einigen weiteren leeren Gängen erreichten sie eine Holztür, dahinter befand sich ein großer von Kies bedeckter Hof. Von Büschen und einem viel zu hohen Zaun umgeben fühlte Hope sich auch hier wie eine Gefangene. Erst nachdem sie das Gebäude hinter sich gelassen hatten, ein großer grauer Betonklotz, fiel Hope der Mann auf der mitten auf dem freien Gelände stand. Ein Wolf, wie ihr nach dem ersten Atemzug im Freien auffiel, irgendwie erinnerte er sie an ihre Mutter. Er hatte dieselben Augen, ein wunderschönes sattes blau, die gleichen Gesichtszüge, wenn auch etwas kantiger und um einiges männlicher. Er überragte Hope locker um zwei Köpfe, war außerdem ziemlich muskulös und breit gebaut. Momentan trug er einen schwarzen Anzug mit einer blauen Krawatte, die perfekt seine blauen Augen betonte. Er war hübsch, keine Frage. Aber Hope kannte diesen Mann gar nicht oder doch? Sein Blick richtete sich auf den Arm der Hope immer noch fest umklammerte und siehe da schon war der Arm, samt Mann verschwunden. Jetzt stand Hope einem Fremden gegenüber, ohne zu wissen was er von ihr wollte. Einige stille Momente später kam er einige Schritte näher und musterte sie ganz genau.

"Du siehst deiner Mutter zum Verwechseln ähnlich." Sein Satz raubte ihr den Atem, verflucht sie hatte es doch gewusst.