Freitag, 31. Juli 2026

[Rezension] Moorland - Band 1: Die Zwillinge

 

Autor: Andreas Winkelmann 

Titel: Moorland – Band 1: Die Zwillinge 

Gattung: Thriller 

Erscheinungsdatum: 2. März 2026

Verlag: Knaur Verlag 

Preis: 14,00 € (Taschenbuch) & 9,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 433 Seiten 

Dichte Nebelschwaden hängen über der Marsch, als die 18-jährigen Zwillinge Nike und Jana von einem ihrer Ausflüge ins Moor nicht zurückkehren. Die Suche durch die eiskalte, unwegsame Landschaft bleibt erfolglos, nur eine Kamera deutet auf das Verschwinden der Mädchen hin. Als plötzlich verstörende Bilder von Jana auf ihrem TikTok-Kanal auftauchen, beginnt Kommissarin Malia Gold unter Hochdruck zu ermitteln. Mit jedem Schritt sinkt sie tiefer in den Sumpf aus Lügen und Geheimnissen, die die verschworene Gemeinde zusammenhalten. Doch um die beiden Schwestern zu finden, würde Malia alles tun – sogar sich ihrer eigenen dunklen Vergangenheit stellen … 

Nachdem ich viele Jahre meines Lebens nur Fantasy Bücher und Liebesromane gelesen habe, bin ich vor kurzem in einem hiesigen Bücherschrank über diesen Thriller gestolpert. Habe ich ihn nur in die Hand genommen, weil er einen Farbschnitt hatte? Vielleicht. Habe ich ihn mitgenommen, weil einer der beiden Zwillinge den gleichen Vornamen hat wie ich? Wahrscheinlich.  

Und für meinen ersten Thriller kann ich sagen, dass ich „Moorland“ wirklich gerne gelesen habe, aber auch einige Schwächen feststellen musste. Grundsätzlich lässt sich dazu sagen, dass ich mich schnell in der Geschichte wiederfinden konnte, der Plot schnell Fahrt aufnimmt und die Geschehnisse sich in der zweiten Hälfte überschlagen. Ich mochte, wie sich immer mehr einzelne Geheimnisse angesammelt haben, bei denen man sich gar nicht sicher war, ob sie etwas mit dem Verschwinden der Zwillinge zu tun haben oder nicht.  

Das Buch ist in meinen Augen sehr schnelllebig und ich hätte mir an einigen, wenigen Stellen gewünscht, dass sowohl Spannung als auch die Emotionen unserer Charaktere länger aufrechterhalten worden wären. Gleichermaßen sorgt diese Schnelllebigkeit in der zweiten Hälfte für rasches Vorankommen, Spannung und dem Bedürfnis die Seiten zu verschlingen. Und trotzdem vermisst der logische Teil meines Gehirns einige ausführende Informationen, um diesen Abschluss als rundum zufriedenstellend zu empfinden. Als Beispiel, woher hatte der Täter denn nun die Waffe? Was passiert mit A nach ihrem Geständnis? Und einige weitere Kleinigkeiten, die ich hier nicht schreiben kann, ohne euch zu spoilern.  

Auch so kenne ich Protagonisten, die mir sympathischer sind, als Malia es beispielsweise ist. Klar, ein wenig Geheimnistuerei tut der Geschichte ganz gut, doch so lernen wir sie sehr wenig genauer kennen. Gerade die Anspielungen auf ihren verschwundenen Vater oder die Heirat mit einem Narzissten. Da fehlte es mir irgendwie an Lebendigkeit, auch wenn ich ihre gradlinige und entschlossene Art beim Ermitteln sehr gerne mochte.   

Ich kann mir tatsächlich vorstellen, gegen Ende diesen Jahres, den bereits angekündigten zweiten Band zu lesen, weiß aber noch nicht, ob ich an diesem Plan festhalte. Ich kenne mich in diesem Genre, wie gesagt, nicht so gut aus, kann aber frei herauszugeben, dass es sich für Neueinsteiger wie mich auf jeden Fall eignet und Lust auf mehr macht.  

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. 

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