Mittwoch, 15. Juli 2026

[Rezension] Cruel is the Light

Autor: Sophie Clark 

Titel: Cruel is the Light 

Gattung: Romantasy 

Erscheinungsdatum: 19. März 2026 

Verlag: ArsEdition 

Preis: 22,00 € (Gebundenes Buch) & 9,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 512 Seiten 

Ein Kampf und eine verbotene Liebe, die die Welt für immer verändern werden ... 

Seit über einem Jahrhundert tobt in einem alternativen Europa ein brutaler Krieg zwischen Dämonen und Menschen. Im Mittelpunkt stehen zwei Elitesoldat:innen: Selene Alleva, eine mächtige Exorzistin, und der Waisenjunge Jules Lacroix, der von der Armee des Vatikans rekrutiert wurde. Als sich ihre Wege unerwartet kreuzen, erkennen Jules und Selene trotz anfänglichem Misstrauen – und einer unerwünschten Anziehungskraft – dass sie sich gegenseitig helfen können, die Geheimnisse ihrer Vergangenheit zu lüften. Doch die Wahrheit deutet auf eine finstere Verschwörung im Herzen des Vatikans hin. Mit jeder neuen Entdeckung ist Jules gezwungen, alles in Frage zu stellen, was er jemals gewusst hat – einschließlich sich selbst. Und Selene, die ihre wachsenden Gefühle für Jules nicht ignorieren kann, muss eine unmögliche Wahl zwischen Liebe und Pflicht treffen ... 

Bereits bei der Verlagsvorschau bin ich über dieses bildschöne Cover gestolpert und musste es nach einem Blick auf den Inhalt im Buchhandel meines Vertrauens einfach mitnehmen. Bisher kannte ich die Autorin überhaupt nicht, kann mir aber gut vorstellen zukünftig wieder etwas von ihr zu lesen.  

Trotz der Tatsache, dass mir "Cruel is the light" letztlich ganz gut gefallen hat, kann ich verstehen, wenn es anderen nicht so ergangen ist. Gerade der Start in diese neue Welt war chaotisch, für meinen Geschmack zu sprunghaft und bräuchte definitiv etwas Feinschliff um komplett zu überzeugen. Es gab einen ganzen Schwung an Momenten, wo ich vor dieser Geschichte saß und mich gefragt habe, was hier gerade passiert. Die Beschreibungen des Geschehens wirkten teils sehr abgehackt, sehr sprunghaft und brachten mich dazu ein paar Sätze wiederholt zu lesen, um den Inhalt zu verstehen. Dennoch lässt es sich insgesamt gut lesen.  

Gerade die Gespräche zwischen Selene und Jules konnten mich mit ihrer sarkastischen und humorvollen Art, den beißenden Kommentaren und den kleinen Streits immer wieder zum Schmunzeln bringen. Gerade in dieser eher düsteren und dunklen Welt brachten die Dialoge aller immer wieder überraschende Leichtigkeit mit. Ansonsten wirkt sich auch die Dynamik der einzelnen Charaktere auf meine positive Meinung aus, denn die Lebendigkeit der Protagonisten und Nebendarsteller funktioniert immer wieder überraschend gut.  

Jules mochte ich insgesamt eine ganze Ecke lieber als Selene, gerade durch seinen harten äußeren Kern und sein sanftes Inneres. Ich mag den Kontrast zwischen Soldaten, Spaßvogel und jemandem dem das Schicksal anderer am Herzen liegt. Doch für ihn und auch für Selene gilt, dass ich emotional gerne mehr Facetten und mehr Fingerspitzengefühl gesehen hätte. Die richtigen Gefühle waren zu den richtigen Momenten da, aber noch nicht in dem Ausmaße, welches ich mir gewünscht hätte.  

Selene ist stur, selbstbewusst und dennoch durch ihre Vergangenheit geprägt. Sie glaubt zu Beginn so sehr an die Richtigkeit des Glaubens an ihren unsterblichen Gott und an das Fehlverhalten ihres Vaters, dass sie viele wichtige Elemente ihrer Religion nicht genug hinterfragt. Aber das kann ich gut verstehen, denn so wurde es ihresgleichen ihr Leben lang vorgelebt, bis sie anfängt die Risse in der schönen Fassade zu sehen.  

Das Worldbuilding fand ich super spannend und fühlte sich für mich seit langem mal wieder nach etwas Neuem an. Gerade der Kampf zwischen Dämonen und Exorzisten, Selenes und Jules innerer Kampf, wer die wahren Bösen sind und wer eigentlich gut ist. Klar, einige Dinge sind vorhersehbar während andere leider sehr schlecht erklärt worden sind, trotzdem habe ich mich damit sehr wohl gefühlt.  

Jap, ich werde auf jeden Fall nach dem zweiten Schmuckstück dieser Dilogie Ausschau halten und freue mich schon darauf zu erfahren, wie diese Geschichte zu Ende geht.  

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen. 

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