Autor: Rabid
Titel: Ivy Asher und Raven Kennedy
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 12. Dezember 2025
Verlag: Kyss Verlag
Preis: 18,00 € (Paperback) & 12,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 429 Seiten
Ich träume schon mein ganzes Leben davon, mich endlich in eine Wölfin zu verwandeln. Wie jedes Mitglied meines Rudels muss ich dazu ein Ritual vollziehen. Doch ein brutaler Angriff auf mich lässt dieses Ritual völlig aus dem Ruder laufen: Die Verbindung geht schief, und anstatt meine Wölfin zu kontrollieren, kontrolliert sie mich. Wir sind eins und doch getrennt. Wild, ungezähmt, zornerfüllt. Statt mir zu helfen, verstoßen meine eigenen Leute mich. Sie setzen mich auf dem Land des Ruin-Falls-Rudels aus, das mehr Monster als Wolf oder Mensch sein soll. Und das größte Monster von ihnen ist ihr Alpha: Tyran. Doch meine Wölfin scheint zu glauben, dass dieser Alpha genau der Richtige für uns ist, egal, wie grausam sein Ruf ist. Und es interessiert sie nicht im Geringsten, dass ich anderer Meinung bin …
Nachdem ich die "The Darkest Gold"-Reihe von Raven Kennedy abgöttisch geliebt habe, musste ich dieses Buch natürlich unbedingt haben. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich mir den Inhalt erst durchgelesen habe, als ich es zu Hause in die Hand genommen habe. Aber dass "Rabid" inhaltlich so ein Flop werden würde, stand nicht auf meiner Bingo-Karte für dieses Jahr.
Ich bekomme einfach nicht in meinen Kopf, was sich beide Autorinnen wohl bei dieser Geschichte gedacht haben, denn für mich war es nur eines: substanzloser Geschlechtsverkehr. Weder gibt es einen glaubhaften Plot, noch nachvollziehbare oder echte Emotionen und der plumpe Schreibstil hat mir irgendwann echt den Rest gegeben. Gerade die viel zu häufig vorkommenden Sexszenen waren geradezu unangenehm zu lesen, wobei die wiederholte Verwendung der Wörter fi**en, F**ze oder Pu**y überhaupt nicht förderlich waren. Es kommen gar keine echten Emotionen bei mir auf, weil die übertriebene sexuelle Anziehung der beiden Protagonisten alles andere überdeckt.
Auch das Worldbuilding hinterlässt bei mir eher ein großes Fragezeichen als alles andere. Ist euch beispielsweise aufgefallen, dass Tyrans Rudel zwar in einfache Leinen- und Lederkleidung gehüllt ist, ihr Essen jagen geht und in schlichten Holzhütten lebt, es aber trotzdem heißes Wasser, eine funktionierende Toilette und einen Föhn gibt? Merkwürdig, denn entweder lebt das Rudel von dem was die Natur hergibt oder eben nicht. Die Idee mit den Geisterwölfen fand ich eigentlich ganz faszinierend, doch gleichzeitig drängte sich mir immer wieder die Frage auf, warum man sich entschieden hat, dass Seneca immer wieder von ihrer Wölfin spricht. Statt zu sagen wir, als Gemeinschaft im selben Körper sozusagen. Für mich war es so wie es ist eine merkwürdige Sicht auf die Dinge, die ich von anderen Gestaltwandler Büchern in dieser Art und Weise nicht kenne und definitiv nicht vermissen werde.
Soll ich ehrlich sein? Ich kann die weibliche Protagonistin überhaupt nicht ausstehen. Mag sein, dass ihre Verbindung zu ihrer Geisterwölfin von vorne herein gestört gewesen ist, aber in meinen Augen ändert dies nichts daran, dass Seneca bloß verzogen und unnötig konfliktbereit ist. Es gab durchaus Momente, wo ich ihre Wut und ihren Zorn verstehen konnte, doch ebenso genug Momente wo ich mich gefragt habe, ob sie noch alle Tassen im Schrank hat. Außerdem fand ich es anstrengend, dass ihr Leben offenbar nur daraus besteht anderen Vorwürfe zu machen, Wutausbrüche zu haben und nackt durch die Gegend zu laufen.
Ich kann es echt nicht schön reden, aber dieses Buch war so furchtbar für mich, dass ich ab Seite 150 nur noch durchgeblättert habe. Schweren Herzens kann ich euch diese Geschichte nicht weiterempfehlen, aber bitte, bitte lasst euch nicht davon abhalten die "The Darkest Gold" Reihe zu lesen – denn zwischen diesen beiden Werken stehen tatsächlich ganze Universen.
Ich hasse es, wenn ich ein Buch nicht weiterempfehlen kann, noch mehr hasse ich einfallslose und unsinnige Geschichten wie diese hier leider eine ist.
Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.





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