Mittwoch, 26. August 2026

[Rezension] Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht

Autor: Heather Fawcett 

Titel: Agnes Auberts zauberhafte Katzenzuflucht 

Gattung: Fantasy 

Erscheinungsdatum: 27. Mai 2026 

Verlag: Fischer Tor Verlag 

Preis: 24,00 € (Gebundenes Buch) & 19,99 € (Kindle-Edition) 

Seitenzahl: 432 Seiten 

Agnes Aubert führt ein akribisch organisiertes Leben, und das muss sie auch. Denn als Chefin einer dringend benötigten Katzenzuflucht ist sie oft die Einzige, die zwischen ihren geliebten Katzen und dem sicheren Tod steht. Als sie umziehen muss, erfährt Agnes, dass ihr neuer Vermieter der Dunkle Lord Havelock Renard ist, der das Heim nur als Fassade für seinen völlig illegalen Zauberladen benutzt. Dass Renard mit seiner verbotenen Magie einmal beinahe die Apokalypse herbeigeführt hat, macht ihn nicht sympathischer. 

Agnes ist das erstmal herzlich egal – ihre Sorge gilt allein den Katzen. Doch als ein Feind aus Renards Vergangenheit auftaucht, muss Agnes Partei ergreifen und ihr Organisationstalent für etwas dunklere Zweck einsetzen: den Schutz des Mannes, der als einer der größten Verbrecher des Jahrhunderts gilt. 

Als ich vor wenigen Tagen gerade die Buchhandlung verlassen wollte, bin ich an diesem Schmuckstück vorbeigekommen. Da ich selbst eine Katzenmama bin, konnte ich nicht anders als einen genaueren Blick darauf zu werfen. Und was soll ich sagen? Der Klapptext klang perfekt, also war ich wohl oder übel gezwungen es mitzunehmen.  

Und bei so kurzen Büchern, hier etwas über 400 Seiten, brauche ich in der Regel nur zwei Tage, doch wegen der derzeitigen Hitzewille und meiner schwindenden Begeisterung hat es dann doch etwas länger gedauert. Für mich war der Schreibstil hier leider das größte Manko. Trotz der Ich-Perspektive unserer weiblichen Protagonistin sind kaum Emotionen bei mir angekommen. Das Buch las sich wirklich sehr zäh und ich vermisse das gewisse Etwas. 

Auch das Setting, sowohl die Katzenzuflucht(en) als auch die Werkstatt des bösen Hexenkönigs bringen so unfassbar viel Potenzial mit, welches leider nicht umfassend genutzt wurde. Den Beschreibungen fehlt es an Lebendigkeit und schönen Details. Es fehlt Facettenreichtum und ich vermisse erinnerungswürdige Details. Möglichkeiten gab es wirklich genug.  

Ich habe es ja schon kurz angeschnitten, aber auf emotionaler Basis bin ich leider schmerzlich wenig abgeholt worden. Am ehesten gefallen hat mir Agnes Beziehung zu ihrer Schwester Elise, denn die Gespräche der beiden und die gegenseitige Zuneigung waren deutlich zu erkennen. Agnes Liebe zu den Katzen, bzw. ihr Bedürfnis diesen zu helfen wirkte auf mich ab und zu etwas zwanghaft, da habe ich ihre Zuneigung mal als zu überspitzt, aber meistens als zu wenig empfunden. Auch die Sorgen um ihre Katzenzuflucht, der mangelnde Platz, die ausbleibenden Spenden oder die fehlenden Interessenten, dass alles wirkte auf mich leider sehr emotionsarm.  

Zumindest der Plot konnte mich am Ende doch noch positiv überraschen. Denn irgendwann ab der Mitte des Buches hatte ich ehrlich gesagt nicht mehr allzu große Hoffnungen, dass da noch viel kommt – bis ich eines besseres belehrt wurde. Denn es gab dann doch die ein oder andere nette Überraschung.  

Für mich war das Buch leider nicht so warmherzig, liebenswert und wundersam, wie erwartet, aber wer weiß? Vielleicht wird es trotzdem dein nächstes Lieblingsbuch. 

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen. 

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