Freitag, Dezember 09, 2016

Rezension zu Perfect




Autor: Cecelia Ahern
Titel: Perfect – Willst du die perfekte Welt?
Originaltitel: Perfect
Gattung: Roman
Erscheinungsdatum: 17.11.2016
Verlag: Fischer FJB
ISBN: 9783841422361
Preis: 18,99 € (Hardcover) & 14,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 480



Celestine ist schön, aber sie ist nicht perfekt. Wenn sie in den Spiegel blickt, sieht sie die Brandzeichen an ihrem Körper. Sie ist bestraft worden. Denn in ihrer Welt ist kein Platz für Fehler. Die Gesellschaft, in der sie lebt, hat harte Regeln. Celestine wollte diese Regeln nie brechen. Aber was, wenn diese Regeln unmenschlich, unfair und brutal sind? Wenn sie Menschen aus der Gesellschaft schonungslos ausschließen?


Ein schlichtes und dennoch wunderschönes Cover, dass sich auf den ersten Blick nahtlos an den ersten Band der Reihe anschließt. Lediglich die unterschiedlichen Farbverläufe, von blau zu pink, fallen einem sofort auf.


 


Einige der Protagonisten des ersten Teils hatten natürlich auch in Band zwei ihren Auftritt. Eine von ihnen war natürlich Celestine North, die erst im finalen Band der Dystopie zu einer wahren Heldin heranwächst. Ich fand ja von Anfang an, dass sie eine sehr starke und umsichtige Protagonistin war, dennoch wird sie in diesem Buch zu einer stimmgewaltigen Anführerin der Fehlerhaften. Neben ihr gibt es natürlich noch Carrick, den von Geburt an Fehlerhaften Jungen, den Celestine im Gefängnis kennen und zu schätzen gelernt hat. Einige Seiten lang hielt ich Carrick nicht für mehr für einen „Guten“. Doch letzten Endes ich Carrick einer meiner persönlichen Favoriten, da er zeit seines Lebens immer wieder gegen die Wistleblower vorgegangen ist, auch wenn diese eine scheinbar übermäßige Macht zu sein schienen. Wer im zweiten Teil auch nicht fehlen durfte ist Celestines Opa, von dessen Theorien letztlich auch Celestine, ihre Eltern, ihre Schwester, Celestines Ex-Freund Art und sogar der misstrauische Carrick überzeugt worden sind. Celestines Opa schindet auch im zweiten Band mächtig Eindruck, egal ob mit ausgefuchsten Ideen oder einer Selbstlosigkeit, die in der Welt von Flawed und Perfect verloren gegangen zu sein scheint. Zusätzlich zu all diesen Charakteren darf natürlich auch die Wistleblowerin Mary Sue nicht in Vergessenheit geraten. Doch hier wird schnell klar, dass diese Frau nicht nur hinterhältig und abgebrüht ist, nein diese Frau ist beinahe schon psychopathisch und hat einige ernsthafte Probleme. An dieser Stelle werde ich diese Ausführungen etwas abkürzen, da die Autorin keine Mühen (oder Buchstaben) gescheut hat, um noch eine ganze Menge neuer Gesichter auftauchen zu lassen. Oder auch nur um altbekannte Menschen nochmals in Action erleben zu dürfen.

 Wenn Sie mir sagen, ich bin gierig, dann sage ich, dass ich einen Wunsch habe. Den Wunsch nach einer fairen und gleichberechtigten Gesellschaft. Wenn Sie mich arrogant nennen, sage ich, das ist mein Stolz, weil meine Überzeugungen über denen stehen, die mich unterdrücken. Wenn Sie meinen, ich bin ungeduldig, dann sage ich, dass ich den Mut zur sofortigen Veränderung habe. Sie sagen, ich will die Märtyrerin spielen, ich sage, das ist Selbstlosigkeit.


Meiner Meinung nach hat Cecelia Ahern es einmal mehr geschafft ein großartiges Buch zu schreiben. Mithilfe einer Protagonistin, die sich vehement weigert die Heldin zu spielen, einem sexy und gleichzeitig geheimnisvollen Jungen, tiefreichenden Gefühlen verpackt in einer neuartigen Idee, die mir in dieser Form noch nicht untergekommen ist. Definitiv eines meiner Lesehighlights in diesem Jahr.

Von mir gibt es fünf von fünf Schlüsseln.



(Wer mag kann sich natürlich auch sehr gerne