Dienstag, Mai 01, 2018

[Rezension] Weltenamulett


 



Autor: Ann-Kathrin Karschnick
Titel: Weltenamulett: Das Erbe der Trägerin
Gattung: Fantasy
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2018
Verlag: Selfpublisher
ASIN: B07CKN5SCY
Preis: 3,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 267 Seiten



Weltenreisen, Magie, Götter.
All das liegt jenseits von Melissas Vorstellungskraft, bis sie an ihrem siebzehnten Geburtstag ein außergewöhnliches Amulett findet. Sie tritt damit ein dunkles Familienerbe an, das sie in die fremde Welt Traveste führt. Als der Königsberater Cerumak ihr eine scheinbar unlösbare Aufgabe stellt, gibt ihr der Gedanke in die Fußstapfen ihrer verstorbenen Mutter zu treten Kraft. Aber nicht jeder ist ihr gut gesinnt. Arionas, der geheimnisvolle Sohn eines Attentäters, entführt sie aus dem Palast und weckt Zweifel in ihr. Kann sie ihm vertrauen oder ist sie im Kampf um das Schicksal von Traveste auf sich allein gestellt?


Zu so einem Cover lässt sich von meiner Seite aus nur eines sagen: Traumhaft!




Im Fokus des ganzen Buches steht natürlich die frisch gebackene 17-jährige Melissa, die an ihrem Geburtstag ein sehr ungewöhnliches Schmuckstück findet. Während ihrer Reise in einer fremden Welt merkt man schnell, dass Melissa nicht nur versucht ihre Unsicherheit bezüglich ihrer Aufgabe zu überspielen sondern auch, dass Sarkasmus und ihre spitze Zunge, gerne mal mit ihr durchgehen. Allerdings fand ich genau diesen Sarkasmus im ganzen Buch wahnsinnig erfrischend und musste wirklich oft bei Melissas inneren Monologen schmunzeln. 


"Verzeiht die Störung Majestät. Dies ist Gnädige Frau Melissa vom Volke der Morgenmuffel."

Insgesamt hat mir auch gut gefallen, wie schwer es war alle anderen Charaktere zu durchschauen. Bei Cerumak dachte auch ich anfangs noch, dass er wirklich zu den Guten gehört. Arionas war quasi auch ein Buch mit sieben Siegeln, obwohl ich ihn seit seinem ersten Auftritt sympathischer fand als den Berater des Königs. Apropos König, bei diesem wusste ich echt nicht, was ich denken sollte. Sein Verhalten war von allen am wenigsten vorhersehbar, allerdings spielte das auch keine so große Rolle, da der König ja nur bedingt vorkam. 
 

"Heute ist so ein Tag, wo man auch mal im Innern einer ausgestopften Katze herumwühlen konnte, dachte sie."



Ehrlich gesagt lässt mich dieses Buch ziemlich zwiegespalten zurück, zum einen weiß ich, dass es sich beim Weltenamulett um das Herzensprojekt der Autorin handelt, zum anderen weiß ich aber, dass ich dem Buch leider keine fünf Sterne geben kann. Versteht mich nicht falsch, die Idee, dass ein junges Mädchen plötzlich durch die Hilfe eines Familienerbstückes in andere Welten reisen kann, finde ich wirklich super, sonst hätte ich das Buch wohl kaum gelesen. Und auch der humorvolle, teilweise sogar sarkastische Schreibstil der Autorin hat es mir total angetan. Arionas und Melissa sind zwei wirklich tolle Charaktere und auch die erste Welt die Melissa besucht hat, hatte etwas magisches und wunderschönes.

Jetzt kommt leider das aber, denn ich muss sagen, dass ich es an einigen Stellen etwas weit hergeholt fand, wie sich Melissa (zwar durch den Einfluss des Amuletts) verhalten hat. In einem Moment ist sie noch das verwirrte siebzehnjährige Mädchen von der Erde und im nächsten Moment schlägt sie anderen Leuten den Kopf ab (und das im wahrsten Sinne des Wortes). Dann kommt sie endlich wieder nach Hause und verschwendet kaum einen Gedanken daran, welche Folgen ihr Verhalten haben könnte. Natürlich habe ich kein Problem damit, wenn in Büchern mal Blut fließt oder es sich nicht um ein „Friede-Freude-Eierkuchen“-Buch handelt, aber irgendwie – ich weiß auch nicht – passte das für mich einfach nicht so recht ins Gesamtbild.


Weshalb es von mir „nur“ 4 von 5 Sternen gibt.

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